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Östliches Mecklenburg Sellering führt die SPD in den Landtagswahlkampf
Mecklenburg Östliches Mecklenburg Sellering führt die SPD in den Landtagswahlkampf
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05:36 02.05.2016
SPD-Landesvorsitzender Erwin Sellering (66) ist von seinen Parteimitgliedern in Neubrandenburg mit großer Mehrheit zum Spitzenkandidaten zur Landtagswahl gewählt worden. Quelle: Jens Büttner
Neubrandenburg

Die SPD in Mecklenburg-Vorpommern geht wie erwartet mit Ministerpräsident Erwin Sellering als Spitzenkandidat in die Landtagswahlkampf. Die Parteimitglieder wählten den 66-Jährigen auf dem Parteitag am Sonnabend in Neubrandenburg mit 92,6 Prozent der Stimmen.

Vor der SPD liegen schwere Wochen und Monate bis zur Wahl am 4. September: Nach einer aktuellen Umfrage kommt sie derzeit nur auf 22 Prozent der Wählerstimmen im Land, die CDU zieht mit 24 Prozent vorbei (die OZ berichtete). Sellering gibt sich kämpferisch: Mehrfach betonte er auf dem Parteitag, dass die Zeit der SPD erst noch kommen werde. Das Ziel sei es, wieder stärkste Partei zu sein. Das ist die SPD seit 1998 in MV. Die Partei stehe für starke wirtschaftliche Entwicklung, gut bezahlte Arbeitsplätze, sozialen Zusammenhalt und solide Finanzen. Familien- und Bildungspolitik sind weitere Schwerpunkte. „Die SPD - das ist verlässliche, erfolgreiche Regierungsarbeit“, so Sellering. Sehr kritisch sehe er den Erfolg der AfD: „Wer auf Wut und Ablehnung setzt, wer unsere Gesellschaft spaltet und wer dabei null Lösungen für die Probleme anbietet – mit dem haben wir nichts gemein.“

Die Landes-SPD stellt in Neubrandenburg auch das „Regierungsprogramm“ für die kommenden fünf Jahre auf. Sellering legte einen Antrag über ein 30-Millionen-Paket vor, um Elternbeiträge für Kita-Betreuung abzusenken. Die SPD will auch den von Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) ausgelobten Zuschlag für Meisterabschlüsse auf 2000 Euro verdoppeln, die besten Abschlüsse mit zusätzlichen 5000 Euro belohnen.

Auf den ersten Plätzen der SPD-Liste zur Landtagswahl gibt es keine Überraschungen. Nach Spitzenkandidat Sellering sind bestätigt: Sylvia Bretschneider (Neubrandenburg), Christian Pegel (Greifswald), Birgit Hesse (Wismar), Till Backhaus (Boizenburg), Mathias Brodkorb (Rostock), Stefanie Drese (Bad Doberan), Heinz Müller (Pasewalk), Marina Tegtmeier (Gadebusch), Julian Barlen (Rostock), Thomas Krüger (Demmin) und Susann Wippermann (Ribnitz-Damgarten). Agrarminister Backhaus erzielte mit 95,7 Prozent der Stimmen das Spitzenergebnis. Der Schweriner Jörg Heydorn, wegen eines Sorglosvertrages seiner Firma Comtact mit dem Land für ein leeres Flüchtlingsheim in der Kritik, versuchte vergeblich, Andreas Butzki (Neustrelitz) von Platz 13 zu verdrängen.

Von Pubantz, Frank

Beim Parteitag am Sonnabend in Neubrandenburg gelten Ministerpräsident Sellering, Landtagspräsidentin Bretschneider und die vier Minister als gesetzt - danach rechnen Genossen mit Kampfkandidaturen.

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