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Östliches Mecklenburg TV-Sternchen totgepeitscht? Mann aus Alt Rehse vor Gericht
Mecklenburg Östliches Mecklenburg TV-Sternchen totgepeitscht? Mann aus Alt Rehse vor Gericht
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10:44 07.01.2017
In diesem Haus in Alt Rehse (Seenplatte) soll Axel G. seine Freundin Sarah H. im vergangenen Sommer zu Tode gepeitscht haben.  Quelle: Winfried Wagner/dpa
Alt Rehse

Sie suchte die ganz große Liebe. Sie fand einen qualvollen Tod: Die durch die TV-Kuppelshow „Schwer verliebt“ bekannt gewordene Sarah H. wurde totgepeitscht. Jetzt muss sich ihr mutmaßlicher Peiniger – ihr Lebensgefährte Axel G. – vor dem Landgericht Neubrandenburg verantworten. Ab dem 25. Januar wird dem Ex-Wirt aus Alt Rehse (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) der Prozess gemacht. Dem 51-Jährigen wird Freiheitsberaubung und Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft.

Der Fall hatte vergangenes Jahr bundesweit Schlagzeilen gemacht, denn Sarah H. ist keine Unbekannte: Die gebürtige Pfälzerin war 2011 Kandidatin in der TV-Sendung „Schwer verliebt“. Ein Millionenpublikum sah der damals 27-Jährigen dabei zu, wie sie vor laufender Kamera ihren Traummann suchte. Groß und lustig – so hatte ihn sich die Frau mit der Riesen-Barbie-Sammlung gewünscht. Doch aus dem ersehnten Happy End wurde nichts. Nicht im Fernsehen und erst recht nicht im wahren Leben. Im Gegenteil: Ein grausames Drama beendete im Sommer 2016 ihr Leben. Ihr Freund soll Sarah H. gefesselt und so massiv ausgepeitscht haben, dass sie an den Folgen starb. Axel G. hatte beteuert, den Tod seiner Freundin nicht gewollt zu haben. Um seine Schuldfähigkeit zu klären, war G. im vergangenen Jahr psychiatrisch untersucht worden.

Sarah H. war für den Computerfachmann, den sie im Internet kennengelernt haben soll, an die Seenplatte gezogen. In Alt Rehse hatte G., der selbst aus aus der Nähe von Stuttgart stammt, die ehemalige Gaststätte „Haus Rethra“ übernommen. Dort rückte am 9.August 2016 die Polizei an, nachdem sich Nachbarn – nicht zum ersten Mal – wegen Ruhestörung beschwert hatten. Dabei machten die Beamten eine grausame Entdeckung. Im Haus fanden sie eine stark verweste Leiche. Wenig später die Gewissheit – es ist Sarah H. Sie soll bereits zwei bis vier Wochen tot gewesen sein, als die Beamten sie fanden. Zum Zeitpunkt ihres Todes hatte Sarah H. unter gerichtlicher Betreuung gestanden, weil sie eigene Angelegenheiten nicht alleine regeln konnte.

OZ

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