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Was heute in MV wichtig wird

Themen des Tages Was heute in MV wichtig wird

Prozess gegen 95-jährigen KZ-Sanitäter beginnt in Neubrandenburg +++ Prozess um Brandanschlag auf Flüchtlingsheim: Plädoyers erwartet +++ Stadthafen Sassnitz wird freigegeben +++ Landgericht entscheidet über Brinkmann-Klage gegen P+S-Werften

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Prozess um KZ-Sanitäter vertagt

Das Torhaus des früheren Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau.

Quelle: Jens Wolf/dpa

Neubrandenburg. Am Landgericht Neubrandenburg beginnt am Montag der Prozess gegen einen 95 Jahre alten ehemaligen SS-Sanitäter aus dem KZ Auschwitz. Ihm wird Beihilfe zum Mord in mindestens 3681 Fällen vorgeworfen. Zum Auftakt sind zwei Gutachter geladen, die den jetzigen Gesundheitszustand des Mannes beurteilen sollen. Daran will die Schwurgerichtskammer ihre Prozessplanung orientieren. Der frühere SS-Sanitäter soll von Mitte August bis Mitte September 1944 in Auschwitz-Birkenau stationiert gewesen sein. In der Zeit seien dort 14 Deportationszüge angekommen. Die Verteidigung bestreitet eine Schuld ihres Mandanten.

Prozess um Brandanschlag auf Flüchtlingsheim: Plädoyers erwartet

Rostock. Im Prozess um den Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Groß Lüsewitz (Landkreis Rostock) werden am Montag die Plädoyers erwartet. Die 25 und 26 Jahre alten Angeklagten hatten im Verlauf des Verfahrens zugegeben, in der Nacht zum 12. Oktober 2014 zwei Brandsätze auf das Haus geworfen zu haben. Ihnen sei bewusst gewesen, dass durch die Brandsätze Menschen hätten zu Schaden kommen können, hatten sie gesagt. Allerdings sei ihnen dies damals egal gewesen - sie seien betrunken gewesen. Die Männer sind wegen versuchten Mordes angeklagt.

Stadthafen Sassnitz wird freigegeben

Sassnitz. Der Stadthafen Sassnitz auf der Insel Rügen ist  für den zunehmenden Wassertourismus gerüstet. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) gibt am Montag den zweiten Bauabschnitt im Hafen für die Nutzung frei. In den vergangenen Jahren entstanden für 4,5 Millionen Euro ein Wasserwanderrastplatz mit 100 Liegeplätzen sowie drei Anlegeplätze für Ausflugsschiffe und größere Jachten. Damit sei der Hafen idealer Ausgangspunkt für Törns zur Kreideküste, nach Schweden, Bornholm oder in die östliche Ostsee, hieß es. Das Wirtschaftsministerium hat die Investition mit vier Millionen Euro gefördert.

Landgericht entscheidet über Brinkmann-Klage gegen P+S-Werften

Stralsund. Im Rechtsstreit um die Gültigkeit des Jahresabschlusses der P+S-Werften aus dem Jahr 2010 gibt das Landgericht Stralsund am Montag seine Entscheidung bekannt. Der Insolvenzverwalter der pleitegegangenen Werften, Berthold Brinkmann, hatte geklagt, weil er ein Gutachten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG für fehlerhaft hält. Demnach sei die Stralsunder Volkswerft überbewertet in die Verschmelzung mit der Wolgaster Peene-Werft gegangen. Brinkmann will den Jahresabschluss für nichtig erklären lassen. Es ist möglich, dass das Gericht kein Urteil verkündet, sondern ein weiteres Gutachten beauftragt.



OZ

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