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Rostock 1,5-millionster Besucher auf Leuchtturm
Mecklenburg Rostock 1,5-millionster Besucher auf Leuchtturm
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00:00 30.08.2018
Sind mit Blumen und Präsenten begrüßt worden: Katja Philipp mit Tochter Lotta vor dem Bauch und Ehemann Sebastian. Quelle: Foto: André Wornowski
Warnemünde

Schon zweimal hat Familie Philipp aus Dresden versucht, den Warnemünder Leuchtturm hinaufzusteigen. Ohne Erfolg. „Einmal war er geschlossen und einmal war das Wetter schlecht“, sagt Sebastian Philipp. Im dritten Anlauf hat es nun aber geklappt – und das gleich mit Auszeichnung. Weil Ehefrau Katja Philipp die 1,5-millionste Besucherin auf dem Leuchtturm seit der Wiedereröffnung im Jahr 1994 ist, hat die Familie gestern einen Blumenstrauß, eine Urkunde, eine kleine Präsent-Tüte und ein Leuchtturm-Buch geschenkt bekommen. Danach genossen die Sachsen mit Tochter Lotta (vier Monate alt) den Ausblick. „Super. Auch das Wetter ist sehr schön heute“, freut sich Sebastian Philipp.

In diesem Jahr sind bereits knapp 60 000 Besucher die 77 Stufen zur Mittelgalerie des Leuchtturms hochgestiegen. „Wir hoffen, dass wir bis zum Saison-Ende die magische Grenze von 75000 Besuchern knacken“, sagt Heiko Möller, Vorsitzender des Leuchtturmvereins. Hier engagieren sich rund 90 Mitglieder aus ganz Deutschland für den Erhalt des technischen Denkmals, das 1897/1898 erbaut wurde. Zwölf Ehrenamtler sind in der Saison als Leuchtturmwärter aktiv und organisieren den Einlass. „Der Leuchtturmverein ist eine Institution in Warnemünde und setzt über das gesamte Jahr Akzente mit Veranstaltungen und Spendenaktionen“, sagt Rostocks Tourismuschef Mathias Fromm. Der Einsatz der Männer und Frauen sei nicht hoch genug wertzuschätzen.

Der Hauptteil der Einnahmen, die durch den kostenpflichtigen Einlass erzielt werden, fließen in den Erhalt des Turms. Pro Jahr landen rund 115000 bis 120000 Euro in der Vereinskasse, verrät Schatzmeisterin Ingelore Morenz. Seit 1994 habe der Leuchtturmverein von den Einnahmen bereits insgesamt rund 1,3 Millionen Euro ausgereicht – unter anderem an maritime, kulturelle und soziale Initiativen, wie den Warnemünde-Verein oder die Trachtengruppe.

Eigentümer des Leuchtturms ist der Bund, der das Denkmal für rund 15 000 Euro pro Jahr zur Nutzung an den Verein vermietet. Das Bauwerk ist nach wie vor ein aktives Seezeichen. „Es ist schön, dass der Leuchtturm für Sicherheit sorgt und zugleich Besuchern Freude bereitet“, sagt Holger Brydda, Leiter des zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund.

Für Unruhe sorgten zuletzt jedoch die Risse im Mauerwerk, die gewachsen waren. „Inzwischen scheint sich die Lage wieder zu stabilisieren“, gibt Brydda Entwarnung. Seit 2015 gebe es regelmäßig Kontrollen. „Wir haben Messbolzen eingedübelt, um die Entwicklung besser überwachen zu können“, so der Amtsleiter. Langfristig müsse ein Sanierungskonzept erarbeitet werden. „So wie bei jedem Bauwerk.“ Im Winter sei es nun wichtig, das Mauerwerk vor Feuchtigkeit zu schützen. „Durch Belüftung und leichtes Heizen“, sagt Brydda.

André Wornowski

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