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Rostock 10500 Euro für Vogelpark Marlow
Mecklenburg Rostock 10500 Euro für Vogelpark Marlow
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00:15 16.05.2018
Blick auf die Voliere heute, nach der Zerstörung durch die Schneelasten. Quelle: Foto: Vogelpark Marlow/franziska Haase
Rostock/Marlow

10500 Euro kamen bei einer Benefizveranstaltung der Universität Rostock am 5. Mai für den Vogelpark Marlow zusammen. „Ich bin einfach nur stolz“, sagt Dr. Petra Wolf, Professorin für Ernährungsphysiologie und Tierernährung von der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät. Die Wissenschaftlerin hatte die Idee zu dieser Veranstaltung und stellte dafür ein Programm mit interessanten Vorträgen über die vielfältige Tierwelt auf die Beine. Etwa 100 Besucher kamen.

Der Chef des Vogelparkes Marlow, Matthias Haase, zeigte auf der Veranstaltung Bilder, die den April-Schnee-Tag im Park nachempfinden ließen. „Die Vorträge waren auch für uns fachlich höchst interessant“, sagt Haase.

Das Spendengeld will der Vogelpark für den Wiederaufbau der Waldrapp-Voliere einsetzen. Die ist buchstäblich unter den Schneelasten zusammengebrochen. „Das Netz, Stahlseile, sogar Betonmasten sind umgestürzt“, sagt der Vogelpark-Chef. Der Waldrapp, eine Ibis-Art, ist weltweit bedroht. Es gibt, so Haase, nur noch drei frei lebende Kolonien in Marokko mit 500 bis 600 Tieren. Im Vogelpark lebten bis zum 1. April 39 solcher Tiere, zwei starben beim Unwetter, 16 flohen in die Natur. Der Waldrapp gilt in Deutschland als ausgestorben. In Österreich gibt es ein Wiederansiedlungs-Projekt.

Professor Ragnar Kinzelbach vom Institut für Biowissenschaften beforscht seit Jahren den Waldrapp. „Dieser Vogel hat mich immer interessiert“, sagt der Professor, der auf der Veranstaltung über den Waldrapp im Mittelalter referierte.

Petra Wolf war beeindruckt über die Unterstützung, die sie erfahren hat. Eine Rostocker Werbeagentur habe kostenfrei einen Flyer aufgelegt, eine Gärtnerei aus Schleswig-Holstein sponserte Pflanzen, und der Verkaufserlös kam in den Spendentopf. Die Fachschaft der Agrar- und Umweltwissenschaften unterstützte die Veranstaltung, die Gesellschaft für arterhaltende Vogelzucht spendete 500 Euro. Und 3000 Euro kamen von der Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht.

OZ

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