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Rostock 145 neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder
Mecklenburg Rostock 145 neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder
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00:49 15.06.2018
Kröpeliner-Tor-Vorstadt

Für Rostocks Mobilitätskoordinator Steffen Nozon ist das ein Musterbeispiel, dass die Verwaltung Vorschläge der Bürger schnell und unkompliziert umsetzen kann. Bis Ende des Jahres installiert die Stadt 145 neue Fahrradanlehnbügel in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Gestern wurden die ersten zwölf Bügel am Brink mit einer kleinen roten Schleife offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

David Bellstedt von der Straßenmeisterei, Kerry Zander (Klimaschutzleitstelle), Mobilitätskoordinator Steffen Nozon und Grünen-Fraktionschef Uwe Flachsmeyer (v. l.) weihen die neuen Fahrradbügel ein. Quelle: Foto: Thomas Niebuhr

Die Bewohner der KTV waren aufgerufen, über das Online-Portal „Klarschiff“ Orte für solche zusätzlichen Abstellmöglichkeiten zu benennen, berichtet die Koordinatorin der Klimaschutzleitstelle, Kerry Zander. Mit dieser Aktion, geworben dafür wurde im Herbst mit einer Postkarten-Aktion, möchte die Stadtverwaltung den Radverkehr in der Hansestadt weiter stärken. Das Interesse in der KTV war groß:

61 Rostocker hätten mehr als 300 mögliche Standorte benannt. Ausgewählt wurden nach Prüfung durch die Ämter für Verkehrsanlagen und Stadtgrün 145 Orte , erläutert Steffen Nozon. Im Internet können die Rostocker jetzt auch nachlesen, ob ihr Vorschlag umgesetzt wird und warum das aus welchen Gründen auch immer nicht möglich ist. Die Mitarbeiter im Amt für Verkehrsanlagen installieren die Bügel, sowie andere Aufgaben das im städtischen Bauhof zeitlich zulassen, erklärt Jörg-Uwe Fischer, Leiter der Straßenmeisterei. Ziel sei, das Projekt in diesem Jahr noch abzuschließen, so Kerry Zander.

Grünen-Fraktionschef Uwe Flachsmeyer begrüßt die Aktivitäten. „So schön dies für die KTV ist, so dringend wären weitere Bügel vor allem auch in der Innenstadt.“ Gerade rund um den Neuen Markt fehlten solche Abstellmöglichkeiten. Eine Wiederholung der Aktion in anderen Stadtteilen sei möglich, erklärt Steffen Nozon. Aussagen zu den Kosten kann die Stadt gar nicht machen. Das sei, so Steffen Nozon, auch vom Standort abhängig. Am Brink ließen sich die Bügel beispielsweise ohne großen Aufwand aufstellen. Bisher zahlt die Stadt allein, Nozon hält es für denkbar, solche Aktionen zukünftig gemeinsam mit zahlenden Bauherren durchzuführen. Dafür gebe es Beispiele in anderen Städten.

Uwe Flachsmeyer spricht von einer sinnvollen Maßnahme, aber: „Noch wichtiger wäre eine Verkehrsplanung in Rostock, die die Belange der schwächeren Verkehrsteilnehmer, wie Fußgänger und Radfahrer, deutlich mehr berücksichtigt.“

Thomas Niebuhr

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