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Rostock 20 Jahre Keramikwerkstatt: Künstlerin feiert Jubiläum
Mecklenburg Rostock 20 Jahre Keramikwerkstatt: Künstlerin feiert Jubiläum
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00:01 06.05.2016
Christiane Lamberz (63) gewährt einen Blick in ihre Werkstatt in der Rostocker Straße in Sanitz. Quelle: Jürgen Falkenberg

Christiane Lamberz seufzt. „Ich bin voller Ideen. Meine Zeit reicht nicht aus“, sagt die 63-Jährige. Derzeit bereitet die diplomierte Keramikerin eine Ausstellung für Rostocks Partnerstadt Raleigh (USA) vor. Dann wieder ruft die Galerie „Klosterformat“ im Rostocker Klosterhof. Inhaber ist Ehemann Jochen (64), der Mathematiker steht auch als Töpfer an ihrer Seite. Sie sind seit 1975 verheiratet. Die Kinder Leopold, Luise und Helena sind in die Welt gezogen und lieben, wie ihre Mutter, die selbst gemachte Hausmusik. In Sanitz in der Rostocker Straße aber gibt es — bei der Arbeit — ein Jubiläum zu begehen. 1986 wurde, nach vier Jahren Bauzeit, die neue geräumige Keramikwerkstatt fertig.

Im Atelier gehen dem Betrachter die Augen über. Keramische Arbeiten aus 40 Jahren neben Arbeiten, die Reiseeindrücke widerspiegeln. „Japan, Afrika, Amerika; ich musste allein reisen. Jochen hat Flugangst“, sagt sie lachend und weist auf die Kunstwerke. Japan war eine „Keramikreise“, Amerika von einem Stipendium gesichert. Zarte Dekore auf Krügen und Tassen, kräftige Figuren und filigrane Zierteller: Christiane Lamberz erarbeitet Steingut, Steinzeug und irdene Ware. „Seit zwei Jahren fertige ich verstärkt Porzellan.“ Es sind alles Unikate. An die Entwicklung von modernen Stralsunder Fayencen während ihrer Studienzeit in Heiligendamm erinnert sie sich gerne.

Keramikerin wurde sie im Porzellanwerk Lichte, die Töpferlehre absolvierte die Dessauerin in Naumburg. Nach dem Abschluss des Studiums an der Fachschule für Angewandte Kunst 1978 wurde sie freischaffend im „Brockelmann-Speicher“ tätig. Von 1982 bis 1986 war das Atelier in der Wokrenter Straße, bevor der Umzug nach Sanitz kam. „In Rostock gab es fast jedes Jahr einen baugebundenen Auftrag.“ Gern denkt sie an die Restauration des gotischen Ratschow- Hauses in der Kröpeliner Straße, die städtischen Bibliothek, mit seiner Baukeramik zurück.

Lamberz ist Mitglied im „Künstlerbund MV“ und stellt in dessen Kunstschauen aus. So titelte sie beim Thema „Ins Blaue“ihr Exponat 2015 „Ägyptisch blau“. Und sie hat eine weitere Leidenschaft: Sie singt im Figuralchor der St. Johannis-Kantorei.

Von Jürgen Falkenberg

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