Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 8 ° heiter

Navigation:
30 Ehrenamtler wollen aus der Feuerwehr austreten

Stadtmitte 30 Ehrenamtler wollen aus der Feuerwehr austreten

Das Verhältnis zwischen dem Personalrat des Rettungs- und Brandschutzamtes und den Freiwilligen ist zerrüttet.

Stadtmitte. Der Streit innerhalb der Rostocker Feuerwehr spitzt sich zu: Die freiwillige Feuerwehr ist nach dem knapp zweiwöchigen Ausstand zwar zurück im Dienst, aber 30 Ehrenamtler überlegen hinzuschmeißen, Tendenz steigend. Hintergrund ist nicht nur die Polizei-Razzia am 16. August, bei der zwei Computer mit Späh-Software ohne Durchsuchungsbefehl beschlagnahmt wurden, sondern auch ein offener Brief an die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr.

Dieser ist von der BTB-Gewerkschaft Technik und Naturwissenschaft Mecklenburg-Vorpommern und unter anderem von Steffen Sieratzki, Fachgruppenleiter Berufsfeuerwehr, unterzeichnet. Die Gewerkschaft fordert als Interessenvertretung die Freiwilligen auf, sich aktiv an der Aufklärung der Datenausspähung zu beteiligen und sieht in den Reihen der Ehrenamtler auch Verantwortliche für den Datenmissbrauch. Zudem kritisiert die Gewerkschaft das Verhalten der Freiwilligen. „Permanente Anrufe in der Leitstelle zu Fragen der Ausrückordnung, das Diskutieren zu fachlichen Entscheidungen, die keine zeitliche Aufschiebung zulassen, und andere nicht zu akzeptierende Umgangsformen mit den Beschäftigten des Amtes 37 (Brandschutz und Rettungsamt/ Anm. d. Red.) werden der Vergangenheit angehören“, teilt Sieratzki mit, der zugleich auch Vorsitzender des Personalrats des Amtes 37 ist.

„Es ist ein Hetzen gegen die freiwillige Feuerwehr. So behandelt man ein Ehrenamt nicht“, sagt Stadtwehrführer Steffen Grafe. Deshalb hätten 20 bis 30 Brandbekämpfer geäußert, dass sie aus der Feuerwehr austreten wollen. „Die Kameraden tun die gleiche Arbeit wie die Berufsfeuerwehr und fühlen sich diffamiert“, so Grafe. „Sie tun ihre Arbeit gern, aber die Bedingungen werden immer schlechter und es gibt keine Anerkennung.“ Auch deshalb hatten die Freiwilligen ein 18-Punkte-Forderungspapier der Stadtverwaltung vorgelegt, das in dieser Woche besprochen werden soll.

Die Gewerkschaft sieht das Verhältnis zwischen Berufsfeuerwehr und Freiwilligen als „beschädigt“. Man stehe vor einem „Scherbenhaufen“. Etwas anders sieht das Grafe. Das Verhältnis zwischen den Kollegen sei gut, nur das zum Personalrat sei zerstört. Grafe:„Die Zusammenarbeit der letzten zwei Jahre ist dahin.“

 

 

Anja Levien

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

DCX-Bild
Drei Verletzte bei Busunfall

Aus bislang ungeklärter Ursache ist ein Fahrzeug der Linie 23 in Rostock-Brinckmansdorf mit einer Ampel kollidiert.