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330 Schüler, 15 Länder und eine Schule

OZ-Schulnavigator Teil 24: Die Krusensternschule 330 Schüler, 15 Länder und eine Schule

Die gebundene Ganztagsschule setzt auf vorbildliche Berufsorientierung und die Förderung von Schülern aus allen Nationen.

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Von Schülern für Schüler: Der Abschlussjahrgang wird mit einem von Schülern gestalteten Programm gefeiert. Dazu proben 66 Schülerinnen und Schüler mit Musiklehrerin Andrea Steiner im gläsernen A-trium der Schule.

Quelle: Fotos: Lea-Marie Kenzler

Schmarl. Austauschprogramme an der Krusensternschule? – Fehlanzeige. Denn die braucht man hier nicht, weil ohnehin schon 85 Schüler aus 15 verschiedenen Nationen den Schulalltag bereichern. Vom interkulturellen Zusammenleben profitieren Schüler wie Lehrer. Für eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben wird aber auch in berufliche Orientierung und individuelle Förderung investiert. Die Regionalschule in Schmarl hat für den 24. OZ-Schulratgeber hinter ihre Kulissen schauen lassen.

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Die gebundene Ganztagsschule setzt auf vorbildliche Berufsorientierung und die Förderung von Schülern aus allen Nationen.

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Zahlen & Fakten

330 Schüler besuchen die Krusensternschule.

Im Schulchor singen fast 100 Schüler. Die Theatergruppe engagiert sich auch für Stadtteilfeste.

Die vorbildliche Berufsorientierung wurde ausgezeichnet.

Freizeitangebot: große Auswahl

Das Ganztagskursangebot an der Krusensternschule ist besonders vielfältig. Beliebt seien die Sportkurse, von Fitness und Entspannung bis Krafttraining, Tanz und Fußball sei alles dabei. Im künstlerischen Bereich werden Nähen, Darstellendes Spiel, Chor oder Keramik angeboten. Viele Schüler besuchen auch die Koch-, Graffiti- oder Sprachkurse, wie Plattdeutsch und Spanisch.

Förderangebot: Zweitsprache

Methodentrainings , feste Lernzeiten, Förderungen von Schülern mit Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten (LRS) und Dyskalkulie sind Teil des täglichen Schullebens. Besonders im Fokus steht auch die Vermittlung und Förderung von Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und selbstsändigem Lernen. In Ergänzungs- und Teilungsstunden wird der Erwerb der Berufsreife gefördert.

„Wir haben ein allgemeinbildendes Profil und setzen unseren Fokus auf die berufliche Orientierung“, erklärt Schulleiterin Cornelia Bernhardt. Außerdem gelte die Krusensternschule als Standortschule für Intensivklassen, das betreffe vor allem die Sprachkurse „Deutsch als Zweitsprache“ für die Schüler, die nicht in Deutschland geboren sind. Mit der Berufsreife und Mittleren Reife kann die Schule in Schmarl abgeschlossen werden. „Wir ermöglichen aber auch den Übergang zum Fachgymnasium, das wird vermehrt angenommen“, ergänzt die stellvertretende Schulleiterin Martina Scherf.

Die meisten Schüler kommen aus Schmarl und dem Nordwesten der Hansestadt. So auch Rukaja, die seit fast zwei Jahren mit ihrer Familie in Deutschland lebt. An ihrer Schule besucht die 17-Jährige Deutschkurse. „Am Anfang war es schwer für mich, aber die Lehrer haben es mir leichter gemacht. Es hilft mir, dass sich meine Schule ganz klar gegen Rassismus stellt“, sagt die Schülerin in fließendem Deutsch.

Das Engagement vieler Schüler wird in den Schulfluren, auf Theaterbühnen, im Schülercafé und sozialen Projekten sichtbar. Tim Jürß ist stellvertretender Schülersprecher und gerade auf dem Weg zu den Proben für ein neues Theaterstück. „Ich fühle mich hier sehr wohl. Die Interessen der Schüler werden immer ernst genommen, dafür setze ich mich ein“, sagt der 15-Jährige. Auch sein Mitschüler Marvin Strüwing (16) kümmert sich um andere. Als Streitschlichter sorge er sich mit elf weiteren Jugendlichen um das friedliche Zusammenleben, die Integration von Migranten und Neueinsteigern in der fünften Klasse.

Die Krusensternschule verstehe sich als stadtteiloffen. „Uns interessieren die Schüler und damit auch das Leben, das sich hinter dem Schulhof abspielt“, betont Jahrgangsleiterin Sophia Brügge-Wegner.

Kontakt: Stephan-Jantzen-Ring 6,

Telefon ☎ 0381/ 121 42 84, E-Mail:

krusensternschule@web.de Mehr Infos:

www.krusenstern-gesamtschule.de

Lehrer: Netzwerk und Beratung

Als Beratungslehrerin und Jahrgangsleiterin steht Petra Manger in engem Kontakt zu den Schülern. Ein Netzwerk aus verschiedenen Experten berät regelmäßig zu Entwicklungen und Problemen im Schulalltag. Auch die Tür der Schulpsychologin steht für alle Schüler offen. Der Unterricht wird je nach Bedarf außerdem sonderpädagogisch begleitet. Es arbeiten 27 Lehrer an der Regionalschule.

Verpflegung: Schülercafé

Das Schülercafé lädt zum Verweilen ein und ist ein beliebter Treffpunkt in den Pausen. Schüler bieten dort Snacks, Getränke, Kuchen und belegte Brötchen an. Das Obst steht häufig kostenlos zur Verfügung. Für mitgebrachte Speisen gibt es eine Mikrowelle. In der Mittagsversorgung durch „sodexo“ kann zwischen vier Speisen gewählt werden, die auch vegan und vegetarisch sind.

Ausstattung: rundum saniert

Vor zwei Jahren wurde das 40-jährige Schulgebäude rundum saniert. Dabei stand auch die Installation von Monitoren auf der Agenda. Es gibt eine neue Werkstatt, eine Lehrküche, einen großen Glasanbau – das Atrium – und viele Schließfächer. Der Schulhof wurde schon im Jahr 2004 erneuert und auf die Bedürfnisse der jüngeren und älteren Schüler angepasst.

Lea-Marie Kenzler

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