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Rostock Rekord beim Dünenläufer in Graal-Müritz
Mecklenburg Rostock Rekord beim Dünenläufer in Graal-Müritz
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18:12 07.10.2018
Fast 200 Läufer gingen allein beim „Erlebnislauf“ über neun Kilometer an den Start. Quelle: Andreas Meyer
Graal-Müritz

Mit Sport die Nachsaison beleben: Das Konzept, das sich die Verantwortlichen in Graal-Müritz vor gut vier Jahren überlegt haben – es geht in diesem Jahr besser denn je auf. Vor allem dank des „Dünenläufers“. Die Sportveranstaltung lockte in diesem Jahr so viele Teilnehmer wie noch nie. 422 Läufer gingen dieses Mal an den Start. Fast doppelt so viele wie noch 2017. Und den Sportlern zeigte sich das Ostseeheilbad und seine Umgebung von der allerschönsten Seite.

Ein ganz besonderer Lauf

„Der ,Dünenläufer’ ist was Besonderes“, sagt Regina Groß aus Rostock. Die 53-Jährige und ihre Freundin Martina Standfuß (57) aus Häschendorf kennen sich aus in der Laufszene, gehen regelmäßig bei Veranstaltungen nicht nur in Deutschland an den Start. Standfuß war sogar schon bei Europas größtem Crosslauf, dem Rennsteig-Lauf im Thüringer Wald mit dabei. „Laufen ist Entspannung“, schwärmt Regina Groß. „Man kann mit Freunden laufen oder auch ganz allein. Man kann zu jeder Tages- und Nachtzeit, bei jedem Wetter laufen.“ Und noch wichtiger: Beim Laufen können sie die faszinierendsten Landschaften erleben. Und genau das sei ein Markenzeichen des „Dünenläufers“: Die Strecken – der „Erlebnislauf“ über neun Kilometer, der eigentliche „Dünenlauf“ über 43,5 Kilometer, der „1/2 Dünenläufer“ über 24 Kilometer – führen allesamt durch eine der schönsten Gegenden Deutschlands: Am Ostseestrand entlang, durch die herbstlich gefärbten Wälder der Rostocker Heide, durch das Hochmoor. Reizvoller geht es kaum. „Und außerdem ist der ,Dünenläufer’ fast wie ein Familientreffen: Hier sind viele Sportler dabei, die wir von anderen Läufen kennen – vom Rostocker Citylauf zum Beispiel“, sagt Standfuß.

Ehrenamtler machen’s möglich

Die Organisation des Laufs liegt in den Händen der Tourismus- und Kur GmbH sowie einer Agentur. Aber entlang der Strecken, am Start und am Ziel sind es vor allem die Ehrenamtler, die den „Dünenläufer“ möglich machen – Monika Pogorzalek, Ellen Hammermeister, Marlies Ewert, Anke Gebauer und Eckard Pukowski zum Beispiel. Sie kümmern sich um die Verpflegung der Läufer. Sie kochen Tee, füllen Wasserbecher, schmieren Brote und schneiden frisches Obst. „Es macht einfach riesig Spaß, hier dabei zu sein unter all den Leuten“, sagt Pogorzalek. „Die Läufer haben alle gute Laune, sind sehr freundlich – aber nach dem Sport total fertig.“ Und dieses Mal sei es noch schöner als bei den beiden ersten Auflagen der Veranstaltung: Im ersten Jahr war es kalt, im zweiten regnerisch. Dieses Mal aber scheint die Herbstsonne.

Lauf wird Gästemagnet

Zufrieden und glücklich ist auch Roman Ferken, der Geschäftsführer der Tourismus- und Kur GmbH (TuK). „Allein beim ,Erlebnislauf’ waren 195 Teilnehmer dabei. Wahnsinn. Und wir hatten sogar 17 Staffeln mit je fünf Teilnehmern.“ Das Wetter sei sicher ein Grund für den Erfolg gewesen, aber: „Wir haben in diesem Jahr erstmals eine Zeitmessung über die offizielle Marathondistanz gehabt. Das hat die Lauf-Profis gelockt.“ Für die TuK gehe die Rechnung beim „Dünenläufer“ mehr und mehr auf: „Die Veranstaltung wurde ins Leben gerufen, um in der Nachsaison aktive Gäste nach Graal-Müritz zu locken. Das funktioniert: Ein Drittel der Teilnehmer kommt mittlerweile aus anderen Bundesländern, verbringt die Tage vor und nach dem Lauf noch in unseren Hotels und Herbergen. Damit ist der ,Dünenläufer’ auch wirtschaftlich ein Erfolg für das Ostseeheilbad.“

Rostocker siegt über die 43,5 Kilometer

Den Sieg über die 43,5 Kilometer Distanz holte sich übrigens ein Lokalmathador: Carsten Tautorat vom Team City-Sport Rostock kam nach zwei Stunden, 57 Minuten und 34 Sekunden ins Ziel. Er lies auch den zweimaligen „Dünenläufer“-Sieger Birger Bösel aus Schwerin hinter sich. Bei den Frauen siegte Sandra Otto aus Markkleeberg. Sie benötigte drei Stunden, 40 Minuten und 25 Sekunden für die Strecke. Über die 24 Kilometer-Strecke siegten Jeannette Lübs aus Süderholz und David Gonzalez Montes aus Neu Bethen, über die neun Kilometer waren Birte Strauß (Bad Doberan) und Ole Reinholdt (Laage) die schnellsten Läufer.

Alle Ergebnisse: http://www.duenenlaeufer.de

Andreas Meyer

Die Bahngeschichte in der Region reicht weit zurück. Erste Züge fuhren Mitte des 19. Jahrhunderts.

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