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Rostock 800 Jahre Rostock: Steuerzahler kritisieren Millionen-Party
Mecklenburg Rostock 800 Jahre Rostock: Steuerzahler kritisieren Millionen-Party
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06:39 13.06.2018
Elf Tage, elf Stunden, elf Minuten und elf Sekunden vor dem Stadtgeburtstag ist sie bereits in Feierlaune: Organisationschefin Franziska Nagorny vor der großen Jubiläumsuhr am Rathaus. Doch die Kritik an der Millionen-Party wächst. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Wenige Tage vor dem Rostocker Stadtgeburtstag wächst die Kritik am Rathaus: Sowohl der Bund der Steuerzahler als auch der Rechnungsprüfungsausschuss der Bürgerschaft stellen die Millionen- Ausgaben für das Jubiläum in Frage. Knapp sechs Millionen Euro will sich die Stadtverwaltung die Feiern in diesem und im kommenden Jahr kosten lassen. Allein 2019 – zum 801. Geburtstag – will das Rathaus 2,4 Millionen Euro ausgeben. Wofür ist allerdings unklar. Einzig ein Jubiläumsmagazin ist fest geplant. „Auf der eigenen Internet-Seite listet die Stadt nicht ein Projekt im Jahr 2019 auf. Insofern müssen wir uns mal sehr genau anschauen, wofür die Millionen ausgegeben werden“, so Diana Behr, Chefin des Bundes der Steuerzahler in MV. Die Rechnungsprüfer der Bürgerschaft stören sich an 100<TH>000 Euro für ein Riesenrad-Treffen. Die Bürgerschaft habe dazu nie „Ja“ gesagt.

Projekte noch in Planung

Auf Nachfrage räumt das Organisationsbüro ein, dass es für 2019 noch kein konkretes Konzept gibt: „Die konkrete Ausgestaltung des Konzeptes für das Jahr 2019 soll mit den Erfahrungen der wesentlichen Stadtjubiläumsveranstaltungen erfolgen. Projektvorschläge von Rostocker Bürger sowie Vereinen liegen dem Projektbüro bereits vor“, so Fest-Chefin Franziska Nagorny. Von den 2,4 Millionen Euro für 2019 soll unter anderem ein Jubiläumsmagazin herausgegeben werden. Auch für das Bachfest, die „Lange Nacht der Wissenschaft“ und die Ostseemesse soll Geld fließen – Veranstaltungen, die so oder so stattfinden würden. Zudem lägen Anträge für Publikationen vor, über die aber noch nicht beschieden worden sei.

Andreas Meyer

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