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Rostock ASB kocht bald in Bentwisch
Mecklenburg Rostock ASB kocht bald in Bentwisch
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00:09 17.05.2018
Bei der Grundsteinlegung: (v.l.) Sven Zimmermann-Rieck, Barbara Schäfer (beide ASB) und Jörg Heuer (Firma Goldbeck) Quelle: Foto: Asb

Eine neue Großküche entsteht im Gewerbegebiet Bentwisch. Knapp 3,5 Millionen Euro investiert der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Regionalverband Warnow-Trebeltal e.V. in „De Kök“, in der künftig 4000 bis 6000 Portionen produziert werden sollen. Gestern wurde der Grundstein gelegt, ab Ende des Jahres soll hier frisch gekocht werden.

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Grundstein für Großküche / 3,5 Millionen Euro werden investiert / Bis zu 6000 Portionen am Tag

Start zum Jahresende

3,5 Millionen Euro investiert der ASB-Regionalverband Warnow-Trebeltal in die neue Großküche in Bentwisch. 4000 bis 6000 Essensportionen sollen ab Jahresende hier jeden Werktag in zwei Schichten gekocht und an Kitas und Schulen ausgeliefert werden.

Bislang wird das Essen für Kitas und Schulen in den Landkreisen Rostock und Vorpommern-Rügen in zwei Küchen zubereitet, in Ribnitz-Damgarten und in Ahrenshagen. „Doch wir hatten die logistischen Grenzen unserer Versorgung erreicht“, begründet Sven Zimmermann-Rieck, Vorstandsvorsitzender des ASB Regionalverbandes den Neubau. Auf 4500 Quadratmetern Fläche entsteht nun die neue Großküche in Bentwisch.

Das Gebäude misst 1100 Quadratmeter und wird vom Bauunternehmen Goldbeck umgesetzt. „Durch die für eine Küche notwendige, kleinteilige Planung war dieses Projekt für uns etwas Besonderes“, räumt Jörg Heuer von der Goldbeck-Niederlassung in Rostock ein. Sein Team erstelle sonst vorwiegend Büro- oder Hallenneubauten in größerem Maßstab. Für die technische Konzeption stimmte er sich mit dem Kücheneinrichter Chefs Culinar ab.

„Wir werden ganz moderne Kessel haben, die Küche wird auf dem neuesten technischen Stand sein“, freut sich ASB-Geschäftsführerin Barbara Schäfer. Seit 2009 ist das Unternehmen von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in der Menülinie Kindertagesstätten zertifiziert. Neben 20 Kitas in ASB-Trägerschaft zwischen Hanstorf und Triebsees werden noch fünf weitere Kindereinrichtungen anderer Träger mit Vollverpflegung, also Mittagessen und Vesper, versorgt. Außerdem wird in der ASB-Küche derzeit für weitere 28 Schulen und Horte Mittag gekocht, drei verschiedene Gerichte täglich.

„Mit der Zentralküche schaffen wir Kapazitäten für weitere Kunden“, erklärt ASB-Chefin Schäfer. Die Lage in Bentwisch sei gut, über die Autobahn 19 ließe sich der Liefer-Radius gut erweitern. Die Kunden könnten künftig zwischen zwei Verpflegungssystemen wählen. Neben der bewährten Warmküche werde das System „Cook & Chill“ angeboten. „Dabei wird unser gesundes Essen – saisonal, regional und qualitätsbewusst gekocht – “, wie Schäfer betont, „schonend runtergekühlt. Nach der Auslieferung kann es zu Hause kühl gelagert und dann ohne große Qualitätsverluste wieder erwärmt und gegessen werden.“

Doch es wird in der neuen Großküche auch frisch aus den Töpfen serviert. Im Haus gibt es eine Kantine mit etwa 50 Plätzen, „mit der wir möglichst viele Privat- und Geschäftskunden aus der Nachbarschaft ansprechen wollen“, sagt Schäfer. Außerdem ist eine Lehrküche eingeplant. „Hier wollen wir gemeinsames Kochen anbieten für Familien, Klassen, Betriebs- und Sportgruppen aller Altersklassen“, informiert Schäfer. Es werde Veranstaltungen und Kurse rund um die Ernährung geben. „Gern mit Beratung durch unsere Diätassistentin.“ Es bestehe eine Kooperation mit Krankenkassen.

„Mit ihnen widmen wir uns dem Thema Adipositas“, ergänzt Vorstandschef Zimmermann-Rieck.

Das Vorhaben Großküche stemmt der ASB-Regionalverband aus eigener Kraft, „ohne Förderung“, stellt Schäfer klar. Gemeinsam mit den Baupartnern hat sie gestern eine „Zeitkapsel“ ins Fundament gelegt.

Die Kupferkapsel enthält eine aktuelle OSTSEE-ZEITUNG, Baupläne von „De Kök“, die ASB-Chronik und eine Zeichnung von Kindern aus der Kita Bentwisch, die auch ihr Essen aus der ASB-Küche bekommen.

Doris Deutsch

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