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Abrafaxe präsentieren Symphonie

Abrafaxe präsentieren Symphonie

Die Abrafaxe, jene quietschbunten Comic-Figuren, die seit vier Jahrzehnten die Weltgeschichte durchstromern, lassen sich jetzt hören.

Die Abrafaxe, jene quietschbunten Comic-Figuren, die seit vier Jahrzehnten die Weltgeschichte durchstromern, lassen sich jetzt hören. Als flinke Klarinette (Abrax), als besinnliches Englischhorn (Brabax), als gemütliches Fagott (Califax) und als pfiffige Flöte (Ratte) tummeln sie sich im großbesetzten Sinfonieorchester der Norddeutschen Philharmonie Rostock. Der Ort dieses neuen Abenteuers ist die „Abrafaxe Symphonie“, uraufgeführt am Sonntag im 3. Kinderkonzert.

Komponiert hat sie Vincent Strehlow (31), in Rostock geboren, hier hat er Klavier und Klarinette erlernt, im Warnemünder Kirchenchor gesungen und erste Musikstücke kreiert. Dann aber hat er Medizin studiert und ist jetzt als Arzt in Leipzig tätig. Von der Musik aber will er nicht lassen, vom Klarinettespielen und vom Singen nicht, vom Komponieren schon gar nicht. Seit 20 Jahren ist er Abrafaxe-Fan und hat diese, nachdem er schon mehrere Orchesterstücke komponiert hatte, weil er – wie er bekennt – „nun etwas Umfassendes und Erzählendes schreiben wollte“, in dreijähriger Arbeit musikalisch nachgezeichnet, mit deutlicher pädagogischer Absicht für Kinder.

Herausgekommen sind dabei 30 Minuten fassliche Musik, nicht so spannend und quirlig wie die Originale, mit knappem Witz: kleine, tändelnde Motive, umhüllt von Sound-Effekten aus der Trickkiste der sinfonischen Hollywood-Musik, nicht ungeschickt zusammengestellt, aber noch nicht originell. Damit dies interessanter wird, hat man es hier mit beweglich fotografierten Bildern aus Mosaikheften garniert, aber sie passten nicht nahtlos zur Musik. Manfred Hermann Lehner als Moderator versuchte da zu kitten und hielt als Dirigent die Philharmonie zu freundlicher Routine an.

„Die Mosaikleser“, so sagte der Komponist, „sollen die Welt der klassischen Musik cool finden“. Das taten diese wohl, die 1100 Zuhörer, am Sonntag im Familienkonzert und die Kids aus Rostocker Kitas und Grundschulen in den beiden Montagskonzerten. Aber war dies, statt der „Welt der klassischen Musik“, nicht nur ein gefälliger „Sinfo-Pop“?

OZ

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