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Achtung, Lehrer, jetzt kommen wir!

Stadtmitte Achtung, Lehrer, jetzt kommen wir!

1650 Erstklässler drücken ab heute in Rostock die Schulbank.

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Stadtmitte. Großer Tag für kleine Jungs: Konrad, Karl, Fabian, Liam und Henry sind die Neuen auf dem Pausenhof. Die fünf gehören zu den insgesamt 1650 Mädchen und Jungen in Rostock, die heute Morgen zum ersten Mal in einem Klassenraum Platz nehmen. Mit prall gefüllten Zuckertüten und ausgiebigen Festen haben Familie, Freunde und Verwandte den Lütten am Wochenende den Schulstart versüßt. Jetzt geht‘s für die Erstklässler mit klopfenden Herzen, Ranzen auf dem Rücken und jeder Menge Erwartungen im Gepäck zum ersten Mal zur Schule. Allein sind sie damit nicht. Ob Gymnasiast, Gesamt- oder Förderschüler: An den 50 Bildungsstätten in der Stadt stehen nach sechs Wochen Sommerferien für 17847 Kinder und Jugendliche jetzt wieder Mathe, Deutsch und Co. auf dem Stundenplan.

• Erstklässler in der Bildergalerie:

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Leckermäulchen liebt Pausen-Süßigkeit
Das erste Pausenklingeln sehnt Henry an der John-Brinckman-Schule herbei. Denn welche Süßigkeit ihm seine Mama in die Brotdose gepackt hat, das interessiert den Sechsjährigen doch sehr. Mit neuem Energieschub lässt es sich ja auch viel besser lernen, ist das Leckermäulchen überzeugt. „Am liebsten rechne ich, weil Zahlen toll sind.“
Herzrasen vor der ersten Stunde
Heute Morgen klopft Karls Herz ganz besonders laut und schnell. Vor seiner ersten Schulstunde sei er ganz schön aufgeregt, verrät der Siebenjährige. „Ich freu‘ mich aber auch darauf, dass es losgeht.“ Was ihn in seinem Klassenzimmer in der „Kinderkunstakademie“ erwartet, wird zum Großteil eine Überraschung für den Jungen sein. Bis zur Einschulung am Wochenende hat er nicht einmal genau gewusst, wer mit ihm in die selbe Klasse geht. Nur seine Lehrerin, die kennt er schon. Und das macht dem schüchternen Erstklässler Mut. „Ich glaub‘, sie ist nett.“ Alles andere lässt Karl einfach auf sich zukommen. „Ich bin schon ganz gespannt, wie es wird.“
Premiere für Rostocks Jüngste: Erster Schultag für 82 Klassen an 18 Grundschulen
Den Sinn von Schule hat Liam schon vor der ersten Unterrichtsstunde erkannt. „Ich werd‘ da ganz viel lernen und am Ende kann ich dann etwas. Das finde ich gut.“ Deshalb freut sich der Blondschopf mit den strahlend blauen Augen auch so ziemlich auf alle Herausforderungen, die sein Stundenplan für ihn bereithält. Nur Musik, das werde wohl nicht unbedingt sein liebstes Fach, vermutet der Sechsjährige. Dass ein paar seiner Kumpels mit ihm in die selbe Klasse gehen, macht das aber wohl schnell wieder wett. Und wie sieht‘s mit Mädels aus? „Na ja, die nerven manchmal“, sagt Liam und lacht.
Klasse Kumpel mit Kalkül
Woran viele, die ihre Schulzeit längst hinter sich haben, wahrscheinlich eher ungern zurückdenken, kann Fabian kaum erwarten. „Ich freu‘ mich schon ganz doll auf Mathe.
Darin bin ich nämlich richtig gut“, erklärt er ganz selbstbewusst. Sogar für die Aufgabe „128 + 128“ kenne er die Lösung schon. „256, ist doch ganz einfach“, rechnet der Sechsjährige blitzschnell vor. Woher er so was weiß? „Ich hab‘ das mit meiner Mama geübt“, verrät er und lacht.
Von Fabians Rechentalenten könnten auch seine Banknachbarn im Klassenzimmer profitieren. „Ich kann gern Tipps geben“, verspricht der kleine Kassebohmer.
Sportass gibt an der Tafel Gas
Für Konrad steht Sport ganz oben auf der Liste der tollsten Schulfächer. „Ich mag Leichtathletik am liebsten“, erzählt der Sechsjährige. Die erste Stunde auf dem Sportplatz sehnt er schon herbei.
Um sich zu verausgaben, muss er darauf aber nicht warten. Denn rasant unterwegs kann das Sportass aus dem Bahnhofsviertel ab jetzt schon auf dem Weg zu seiner Schule „Am Wasserturm“ sein: Zur Einschulung hat sich Konrad ein Longboard gewünscht. So viel Bewegungsdrang ist im Deutsch- oder Matheunterricht wahrscheinlich eher nicht gefragt. Doch auch, wenn er lieber draußen Gas gibt, als am Schreibtisch stillzusitzen: Konrad will an der Tafel glänzen. Buchstaben und Zahlen bringen ihn dabei nicht ins Schwitzen. „Ein bisschen schreiben und rechnen kann ich schon.“ Ein paar Wörter zu lesen, habe er auch schon geübt. Fotos: Ove Arscholl (4), privat (1)

 



Antje Bernstein

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Rostock
Konrad (6) kann schon ein bißchen rechnen und schreiben.

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