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Rostock AfD-Mann sitzt für Rostocker Bund in Aufsichtsrat
Mecklenburg Rostock AfD-Mann sitzt für Rostocker Bund in Aufsichtsrat
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07:16 14.03.2019
Sybille Bachmann (Rostocker Bund) sagt, sie wusste nichts von der Parteizugehörigkeit des Mannes. Quelle: OVE ARSCHOLL
Rostock

Die Jungsozialisten der SPD werfen OB-Kandidatin Sybille Bachmann (Rostocker Bund) vor, mit der Alternative für Deutschland (AfD) zu paktieren. Grund: Mit Unternehmensberater Rudolf Rinck sitzt für den Rostocker Bund ein führendes AfD-Mitglied im Verwaltungsrat der Ostsee-Sparkasse. „Dass die AfD noch keinen eigenen Kandidaten für die OB-Wahl aufgestellt hat, ist unter diesem Gesichtspunkt neu zu bewerten“, sagt Rostocks Jusos-Chef Tom Lüth.

Sybille Bachmann weist die Vorwürfe auf OZ-Nachfrage entschieden zurück: „Das ist haltlos und entbehrt jeder Grundlage.“ Sie habe von der Parteizugehörigkeit Rincks nichts gewusst. Als sachkundiger Bürger sei er bereits seit 2006 für den Rostocker Bund in Aufsichtsräten tätig. Zunächst bei der städtischen Wohnungsgesellschaft Wiro, später dann bei der Ospa. Bachmann lobt den hohen Sachverstand des Diplom-Kaufmanns.

Im November 2017 ist Rinck zum Schatzmeister der Rostocker AfD gewählt worden. „Nachdem die AfD-Tätigkeit zunächst als Vermutung bekannt wurde, haben wir den Sachverhalt geprüft“, sagt Bachmann. Danach sei es nur noch um den Weg der Trennung gegangen, der möglichst zu keinem Aufsehen zugunsten der AfD führen sollte. „Herr Rinck hat dann am 20. Februar telefonisch erklärt, dass er freiwillig zurücktreten werde“, so Bachmann weiter. Wäre dies nicht der Fall gewesen, hätte der Rostocker Bund auf der Bürgerschaftssitzung am 6. März einen Abwahlantrag gestellt.

Der Angriff der Jusos sei nun kontraproduktiv: Denn mit ihrer Kritik würden sie der AfD im Wahlkampf eine Steilvorlage geben, sagt Bachmann. Die Angelegenheit sei längst geklärt. Die Jusos fordern von der OB-Kandidatin dennoch öffentlich Aufklärung und Konsequenzen. „Frau Bachmann wurde mehrfach auf den Zustand ihrer Personalpolitik hingewiesen, trotzdem reagierte sie nicht“, sagt Anne Mucha, Juso-Spitzenkandidatin zur Bürgerschaftswahl. Bachmann weist das zurück: „Mich direkt hat niemand angesprochen.“

Rinck selbst bestätigt auf OZ-Nachfrage Bachmanns Darstellung: „Ein Fraktionsmitglied wollte in der Bürgerschaft einen Abwahlantrag stellen, daraufhin habe ich gesagt, dass ich mich zum 31. März freiwillig zurückziehen werde.“ Dass er den Rostocker Bund nicht über seinen Eintritt in die AfD Anfang 2017 informierte, hält Rinck für legitim. „Ich war beim Rostocker Bund nie Mitglied, sondern nur kundiger Bürger. Deshalb muss ich dort doch nicht sagen: ,Hallo, ich bin jetzt bei der AfD’.“

André Wornowski

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