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Affäre um Kuscheltier „Greifi“: Politik fordert Konsequenzen

Rostock Affäre um Kuscheltier „Greifi“: Politik fordert Konsequenzen

Das Rostocker Rathaus gerät wegen der Kuscheltier-Panne in Bedrängnis: Das Landesamt für Gesundheit hat der Stadt verboten, das Maskottchen „Greifi“ an Neugeborene zu verteilen. Nun fordern auch SPD, Linke und Grüne Konsequenzen in der Verwaltung.

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Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) hat Ärger wegen des Stofftieres „Greifi“.

Quelle: Andreas Meyer

Rostock. Die Panne um das Rostocker Stofftier „Greifi“ – sie beschäftigt nun auch die Politik in der Hansestadt: Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) hatte dem Rathaus verboten, weiterhin das Kuscheltier an Neugeborene zu verteilen – weil das Spielzeug nicht über vorgeschriebene EU-Kennzeichnungen verfügt und möglicherweise mit Schadstoffen belastet ist (die OZ berichtete exklusiv). Nun fordern die ersten Fraktionen in der Bürgerschaft Konsequenzen im zuständigen 800-Jahr-Büro der Stadt: „Dass es den Organisatoren des Stadtgeburtstages nicht einmal gelingt, ein Stofftier regelkonform produzieren zu lassen, ist peinlich – und zeigt, wie unprofessionell seitens der Stadt die 800- Jahr-Feier vorbereitet wird“, so Thoralf Sens, Vize-Fraktionschef der SPD.

Linke und Grüne: „Peinlich für ganz Rostock“

Auch Linken-Chefin Eva- Maria Kröger übt scharfe Kritik an Franziska Nagorny, der Leiterin des Organisationsbüros, und ihrem Team: „Dieser Fehler ist so peinlich. Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll.“ Dass Nagorny in vielen Fragen zur „Greifi“-Affäre einfach an den Künstler Eneos verweist, der das Stofftier entworfen hat – das sei „unangebrachtes Wegducken“. Kröger weiter: „Die Stadt trägt Verantwortung dafür, dass ihr eigenes Kuscheltier frei von Giftstoffen ist. Die nächste Frage lautet, warum man das Jubiläums-Plüschtier in China herstellen lassen musste. Ausgerechnet die öffentliche Hand sollte bewusster, sogar kritischer, mit ökologischen und ökonomischen Standards umgehen.“ Uwe Flachsmeyer, Chef der Grünen-Bürgerschaftsfraktion, sieht das ganz ähnlich: „Die Aktion ist höchst peinlich für die Stadt. Die Anschaffung des Maskottchens aus China belegt, dass wir das Projekt ,Fair Trade’-Stadt ausweiten müssen. Zudem benötigen wir eine verbindliche Beschaffungsrichtlinie, die ökologischen und fair gehandelten Aspekten gerecht wird.“

SPD: OB soll sich bei Eltern entschuldigen

Auch die SPD verlangt von Oberbürgermeister Roland Methling (UFR), dass er Konsequenzen aus der „Greifi“-Panne zieht: „Es muss heraus gefunden werden, wer dafür in der Verwaltung die Verantwortung trägt. Und: Die Stadt muss sich bei den Betroffenen Eltern, die bereits einen ,Greifi’ erhalten haben, entschuldigen. So etwas darf sich nicht wiederholen“, so Vize-Fraktionschef Sens.Das Landesamt für Gesundheit und Soziales hat zwei der „Greifi“-Stofftiere zur Analyse in ein Fachlabor in Nordrhein-Westfalen geschickt. Ergebnisse werden in dieser Woche erwartet. Insgesamt hat die Stadt 5000 Stofftiere in China bestellt.

Andreas Meyer

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