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Rostock Aida-Chef: „Wir wachsen im Heimathafen“
Mecklenburg Rostock Aida-Chef: „Wir wachsen im Heimathafen“
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06:03 08.05.2018
Aida-Präsident Felix Eichhorn im OZ-Interview: „Wir wollen in unserem Heimathafen wachsen“. Quelle: Ove Arscholl
Rostock

Drei neue Schiffe bis 2023, Tausende neue Jobs an Bord – und auch an Land: Aida-Chef Felix Eichhorn plant in den kommenden Jahren fest mit einem weiteren Wachstum von Deutschlands Branchen-Primus. Und davon wird auch die Hansestadt profitieren: „In Rostock haben wir allein aktuell mehr als 50 Jobs zu besetzen, um das Wachstum vorzubereiten“, so Eichhorn im OZ-Interview. Doch: Der Fachkräfte-Mangel trifft auch die Reederei. „Wir haben eine starke Marke mit hoher Strahlkraft. Aber nichtsdestotrotz stehen auch wir in diversen Bereichen vor der Herausforderung die Stellen schnell zu besetzen.“

Mehr Abfahrten ab Warnemünde

Zu den beliebtesten Routen der Gäste zählen, so Eichhorn, die Kreuzfahrten in der Ostsee. Wichtigster Hafen für diese Törns ist für Aida Kiel. 63 Mal legen Schiffe der Rostocker Reederei in der Saison 2018 in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt an, in Warnemünde nur 43 Mal. Aber: „Wir werden im nächsten Jahr 47 Reisen anbieten. Ganz klar: Warnemünde ist unser Heimathafen und wir wollen auch hier unser Geschäft weiter ausbauen“, sagt Eichhorn.

Rostock muss investieren

Doch: Die Hansestadt müsse ihre Hausaufgaben machen. In Hamburg und bald auch in Kiel können die Schiffe der Aida-Flotte bereits mit dem Flüssigtreibstoff LNG und Landstrom versorgt werden. In Warnemünde gibt es solche Pläne bislang nicht. Dabei dürfe sich auch Rostock diesem Thema nicht verschließen: „Die Frage – vor der die Branche und wir als Marktführer stehen – ist, wie wir unseren ökologischen Fußabdruck verkleinern können. Natürlich wollen wir in Warnemünde eine ähnliche Entwicklung wie in Hamburg oder Kiel und wünschen uns auch in unserem Heimathafen eine entsprechende Vereinbarung mit Land, Stadt und Hafen.“, so der Aida-Präsident.

Schwierige nautische Bedingungen

Aida befinde sich zudem in Gesprächen mit Stadt, Land und dem Hafen-Betreiber Rostock Port, was den Ausbau des Werftbeckens zu einem neuen Kreuzfahrt-Hafen angeht. 100 Millionen Euro will die Stadt dort nach eigenen Angaben investieren. „Wir sind sehr zufrieden mit Warnemünde und dem Service, der uns hier geboten wird. In Zusammenarbeit mit Stadt, Hafen und Land sind im Gespräch, wie wir im Terminal-Bereich weitere Ausbau-Stufen umsetzen können. Aber wenn Rostock ein neues Terminal baut, dann nicht nur für uns“, sagt Eichhorn. Mit den neuen Flaggschiffen „Prima“ und „Perla“ oder auch der „Nova“, die im Herbst in Dienst gestellt wird, kommt Aida dennoch vorerst nicht in den Heimathafen: „Wenn wir mit größeren Schiffen nach Rostock kommen wollen, stehen wir bei den Wind-Bedingungen, die hier herrschen, zunächst vor nautischen Herausforderungen.“

Andreas Meyer

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