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Aktuelle Messungen: Kaum Krach in Schmarl

Schmarl Aktuelle Messungen: Kaum Krach in Schmarl

Das Amt für Umweltschutz konnte keinen unzumutbaren Lärm feststellen. Jetzt sollen Anwohner Problempunkte nennen.

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Wie stark auch die Schmarler durch den Betrieb am Fracht- und Fischereihafen beeinträchtigt sind, untersuchte das Amt für Umweltschutz unter anderem in seinen aktuellen Erhebungen.

Quelle: Foto: Norbert Fellechner

Schmarl. Das Leben in Schmarl ist ruhig. Das ist nach Untersuchungen des Amtes für Umweltschutz jetzt sogar offiziell bestätigt. So bewegen sich aktuelle Messungen an einschlägigen Stellen im Durchschnitt unter den angesetzten Richtwerten. Das berichtete Andreas Wagner von der Abteilung Immissionsschutz und Umweltplanung auf der jüngsten Sitzung des Schmarler Ortsbeirates.Die herausstechendsten Areale in Sachen Lärm sind für Schmarl der Fracht- und Fischereihafen, der Seehafen mit dem anliegenden Gewerbe, dem Fährbetrieb und der Abfallentsorgung, die Alba Metall Nord GmbH, das Gewerbegebiet und das Kohlekraftwerk.

Gesamtlärmkarte

Die Abteilung Immissionsschutz und Umweltplanung erarbeitet im Zusammenhang mit der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes derzeit eine Gesamtlärmkarte für Rostock. Die Karte soll Mitte des Jahres fertig sein.

Bis zum 15. März können Einwohner der Stadt dafür Problempunkte melden. Diese werden anschließend geprüft und gegebenenfalls mit in den Maßnahmekatalog eingearbeitet.

Einer der wenig auffälligen Punkte ist das Gewerbegebiet. „Hier hat es in den letzten drei Jahren keine besonderen Beschwerden gegeben“, verriet Wagner. Unter strengerer Beobachtung steht das Gelände der Alba Metall Nord GmbH. So dürfen bestimmte Maschinen nur zu genau geregelten Zeiten am Tag genutzt werden, damit die vom Amt festgesetzten Werte nicht überschritten werden. Grund für dieses laut Wagner „umfangreiche Überwachungsprogramm“ sind regelmäßige Beschwerden. Diese kämen jedoch vor allem aus Gehlsdorf und nicht aus Schmarl.

Größere Lärmbelastung geht in Schmarl auch vom Seehafen aus, vor allem nachts, so Wagner. Da der Hafen aber zu jeder Zeit für den internationalen Seeverkehr zugänglich sein muss, gilt dort der Richtwert von 50 Dezibel. Dieser Wert wird nicht überschritten, sodass von einer Zumutbarkeit ausgegangen wird.

Auch der Verkehrslärm spielte eine Rolle. Im Randbereich des Schmarler Damms wurden 45 Dezibel gemessen. „Damit kann von einer Zumutbarkeit ausgegangen werden. Das entspricht dem Orientierungswert für Wohngebiete“, so Wagner. Der Lärm der durch Schienenverkehr entsteht, sei ebenfalls „deutlich unter der Auslöseschwelle“.

Ob die Schmarler das alles auch so sehen, wird sich zeigen. Denn ihre Beobachtungen sind jetzt gefragt. „Wir sind gerade dabei, den neuen Lärmaktionsplan aufzustellen. Deswegen sollen die Anwohner darüber nachdenken, wo es in Schmarl Probleme gibt. Bis 15. März kann sich jeder einbringen“, so Dagmar Koziolek, Leiterin der Abteilung Immissionsschutz. .

Michael Berger, Vize-Chef des Ortsbeirats, ist sich sicher: Aus Schmarl wird es kaum Meldungen geben. Er sagt: „Bei uns vom Ortsbeirat kommen keine Beschwerden wegen Lärmbelastung an. Was das anbelangt, leben wir hier in Schmarl ziemlich sicher.“

Christina Milbrandt

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