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Altspanisch im Online-Wörterbuch

Stadtmitte Altspanisch im Online-Wörterbuch

Startschuss für Forschungsprojekt am 15. Mai an der Uni im Beisein der spanischen Botschafterin

Stadtmitte. Ein nicht alltägliches Forschungsprojekt nimmt an der Universität Rostock Fahrt auf. Der Öffentlichkeit soll ein Online-Wörterbuch zum Altspanischen „Diccionario del español medieval electrónico“ (DEMel) als wissenschaftlich fundiertes Datenarchiv zur Verfügung gestellt werden.

Der Wortschatz stammt aus zahlreichen Gebieten. So liegen nicht nur literarische Texte und Chroniken zugrunde, sondern darüber hinaus auch Texte zu Themen wie Rechtswesen, Astronomie, Mineralogie, Medizin und Botanik. Bislang gibt es, was Umfang und Themenvielfalt angeht, kein vergleichbares Wörterbuch zum mittelalterlichen Spanisch. Weshalb auch die Sprachwissenschaftler der spanischen Akademie (Real Academia Española) großes Interesse an dem Projekt haben.

Am 15. Mai wird an der Uni Rostock im Beisein der Botschafterin von Spanien der Startschuss für das Wörterbuchprojekt gegeben, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird und ein Gesamtvolumen von einer Million Euro hat.

„Durch unsere Arbeit wird die weltweite Forschung zum Altspanischen stimuliert“, ist Professor Rafael Arnold, Inhaber des Lehrstuhls für romanische Sprachwissenschaft an der Uni Rostock und einer der drei Projektleiter, überzeugt. „Diese Epoche ist kultur- und wissenschaftsgeschichtlich von großer Bedeutung. Im Altspanischen spiegelt sich nicht zuletzt der Kulturkontakt und Wissenstransfer zwischen Juden- und Christentum sowie dem Islam wider.“

Bereits Ende der 70er Jahre hatte Professor Bodo Müller von der Universität Heidelberg begonnen, ein spanisches Wörterbuch für Studenten zu erarbeiten. Er hatte eine Million Karteikarten angelegt, davon 850 000 so genannte Belegkarten, auf denen die mittelalterlichen Wortformen notiert sind. Erschienen sind drei dicke Bände. Das Projekt wurde aus finanziellen Gründen eingestellt.

Durch den Fortschritt der Digitalisierung öffneten sich jetzt neue Wege für die Publikation von Wörterbüchern. Ein Partner für das anspruchsvolle Vorhaben ist Robert Zepf, Direktor der Universitätsbibliothek Rostock. Er hat bereits Erfahrungen mit Digitalisierungsprojekten und gründete 2012 das Referat digitale Bibliothek.

W. T.

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