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Rostock Am Werftdreieck: Kölner Investor baut „Zuhause auf Zeit“
Mecklenburg Rostock Am Werftdreieck: Kölner Investor baut „Zuhause auf Zeit“
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00:00 27.09.2018
Bett, Bad, Küche – alles da: Die sogenannten „Service-Apartments“ sollen günstiger als ein Hotelzimmer sein. FOTOS/ENTWÜRFE: PANTERA AG, KÖLN

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Es wird kein Hotel, aber auch kein Mietshaus – obwohl die Wohnungen allesamt ein eigenes Bad und eine eigene kleine Küche haben. Nein, der Projektentwickler Pantera aus Köln plant am NeptunCenter etwas völlig Neues für Rostock. Ein sogenanntes Boarding- Haus. Kurz erklärt: In ein Boarding-Haus können sich Gäste einmieten wie in einem Hotel. Nur dass sie mehr als ein Zimmer, sondern halt gleich eine ganze Wohnung bekommen. Zimmerservice und Frühstück gibt es aber trotzdem. Vor allem für Handwerker, Fachkräfte und Geschäftsleute, die von außerhalb kommen und mehrere Tage oder Wochen in Rostock arbeiten, könnte das eine Alternative sein.

Pantera AG plant 124 Wohnungen für Urlauber und Geschäftsleute

Baustart an der Halle 207 im kommenden Herbst

Insgesamt fünf Boarding-Häuser mit zusammen 124 sogenannten „Service-Apartments“ will die Pantera AG auf einer Flächen zwischen der Halle 207, dem Neptun- Einkaufszentrum und der Freifläche an der Warnow bauen. Insgesamt geht es um 5000 Quadratmeter Wohnfläche, jedes Haus soll bis zu sechs Stockwerke haben. „Der Baustart ist für Herbst 2019 geplant“, so Michael Ries, Vorstand von Pantera.

„Auch in Rostock möchten immer häufiger Gäste – vor allem bei etwas längeren Aufenthalten – nicht im Hotel, sondern in einem eigenen Apartment leben.“

Das gelte nicht nur für Urlauber, sondern allen voran auch für Geschäftsreisende: Die würden sich häufig in ihrem „Zuhause auf Zeit“ mehr Wohnlichkeit als in einem normalen Hotelzimmer wünschen. In Rostock habe Pantera in diesem Segment einen deutlich steigenden Bedarf ausgemacht: Neben den Werften und den Reedereien sei vor allem die HochtechnologieBranche die treibende Kraft, die Fachkräfte aus aller Welt für Projekte in die Hansestadt lockt: „Wir sprechen da über die Windkraft-, die Luft- und die Raumfahrtbranche. Als starker Hochschul- und Forschungsstandort kommt auch aus diesen Bereichen eine erhebliche Nachfrage“, sagt PanteraChef Ries.

Dass sich Pantera für das Areal am Neptun-Center entschieden habe, sei kein Zufall: „Die Nähe zum Wasser, die vielen Gründerzeit-Bauten in der KTV und die abwechslungsreiche Gastronomie im beliebtem Szenekiez“ waren für die Standortwahl ausschlaggebend. „Genau das ist es nämlich, was sich die Gäste in der Stadt wünschen“, so Ries. Pantera wolle die Boarding-Häuser allerdings nicht selbst betreiben, sondern „schlüsselfertig“ an Investoren oder die Betreiber direkt verkaufen. Die Verhandlungen dafür würden bereits laufen.

Tourismusverband bestätigt

den Trend

Dass es einen Bedarf für solche neuen Angebot in Rostock gibt – ja, das sieht auch der Landestourismusverband so. „In Rostock dreht sich vieles – Tourismus, Industrie, Forschung. Damit steigt die Zahl geschäftlicher Aufenthalte, die in Zeiten projektbezogenen Arbeitens länger als übliche Dienstreisen ausfallen können. Apartments mit Dienstleistungsangebot wären in Rostock keine Ausnahme, sie entstehen in vielen aufstrebenden Orten Europas“, sagt Vize-Verbandsgeschäftsführer Tobias Woitendorf. Aber: „Idealerweise entsteht daraus keine Konkurrenz für die Hotellerie der Stadt, sondern ein zusätzliches Angebot. Auf diese Abgrenzung sollten Projektentwicklung und Behörden viel Wert legen.“

Auch Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) begrüßte das Vorhaben: „In unserer boomenden Stadt ist das ein Beitrag zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarktes.“ Außerdem: „Das Projekt ist auch deshalb hervorragend, weil damit eine der großen letzten Brachen in diesem Gebiet verschwindet, dass sich zweifellos zu einem der spannendsten Areale der Stadt entwickelt.“

Andreas Meyer

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