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Rostock Amtsleiter kündigt Straßenreparatur an
Mecklenburg Rostock Amtsleiter kündigt Straßenreparatur an
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17:13 19.01.2019
Bei einer Begehung der Albin-Köbis-Straße zeigt Heiko Tiburtius (m.) vom Amt für Verkehrsanlagen die Pläne für die Erneuerung eines Abschnitts der Holperstrecke. Quelle: Johanna Hegermann
Rostock

Schlaglöcher, uneindeutige Straßenführung, fehlender Bürgersteig, schlechte Wendemöglichkeiten: Die Albin-Köbis-Straße in Markgrafenheide ist für die Anwohner schon seit Langem ein Schandfleck. „Das ist noch Kriegszustand. Der Straßenbelag ist Originalbeton aus den 1930er Jahren“, sagt der Ortsbeiratsvorsitzende Jürgen Dudek. Um diese Situation zu ändern, hat sich ein Teil des Ortsbeirats am Freitag für eine Begehung mit dem Leiter des Amts für Verkehrsanlagen, Heiko Tiburtius, getroffen. „Wir haben hier etliche Verkehrsprobleme und wollen sie von fachlicher Sicht betrachten lassen“, erklärt Dudek.

Der Poller bleibt

Gleich zu Beginn gibt Tiburtius Entwarnung: Der Poller am Heidehaus, über den immer wieder gestritten wurde, bleibt. „Ich habe mit dem Brandschutz- und Rettungsamt gesprochen. Hier ist keine Durchfahrt für die Notfallrettung“, sagt der Amtsleiter. Also sieht er keinen Anlass, den Poller zu entfernen.

Uneindeutige Straßenführung

Eigentlich ist die Albin-Köbis-Straße eine Ringstraße. Die zwei Fahrbahnen sind durch breite Verkehrsinseln voneinander getrennt, sodass sie wie eigenständige Straßen wirken. Daher kommt es häufiger vor, dass Urlauber oder Gäste entgegen der Fahrtrichtung die Strecke nutzen. „Wir brauchen Schilder, damit man es als Einbahnstraße erkennt“, erklärt Henry Klützke vom Ortsbeirat. Schon nach kurzer Erklärung stimmt Tiburtius zu. „Wir werden es beschildern, damit die Situation eindeutig ist. Ob sich die Fahrer daran halten, werden wir sehen.“ Er rechnet damit, dass man die Schilder im Frühjahr aufstellen kann.

„Aber auch Lkw fahren entgegengesetzt der Einbahnstraße“, sagt Henry Klützke. Die Zulieferer würden vor dem Haus 10 drehen, um rückwärts das Hotel Godewind anzufahren. Denn davor sei es kaum möglich, zu wenden. Tiburtius will prüfen, was möglich ist, damit das Wenden zumindest für Müllfahrzeuge problemlos möglich ist.

Reparatur steht im Frühjahr an

Loch an Loch und hält noch: Die Albin-Köbis-Straße in Markgrafenheide gleicht einem Hindernislauf. Im Frühjahr will das Amt für Verkehrsanlagen die Straße endlich reparieren und einen Abschnitt sogar erneuern. Quelle: Johanna Hegermann

Seit mehr als 20 Jahren werde darüber geredet, die Fahrbahn hinter dem Heidehaus zu verbessern. Der Zustand habe sich in den vergangenen Jahren noch verschlimmert. Im Mai 2018 entstand durch eine Unterspülung ein großes Loch auf der Straße, das notdürftig repariert wurde. „Wir wollten das letztes Jahr schon machen“, räumt Tiburtius ein. Nun will er im Frühjahr eine Reparatur veranlassen. „Dann kommt Split und eine Emulsion auf die gesamte Strecke.“ Dadurch rette man sich über die nächsten ein bis zwei Jahre.

Eine Straßenerneuerung schließt er vorerst jedoch aus. „Wir wollen warten, da es bisher keine funktionelle Straßenentwässerung gibt“, erklärt der Experte. Er will sich demnächst mit dem Warnow-Wasser und Abwasserverband (WWAV) zusammensetzen, um mögliche Pläne zu bündeln. Außerdem wolle man den Wohnungsbau abwarten, damit die Baustellenfahrzeuge die Straße nicht gleich wieder beschädigen. „Aber über welche Zeiträume sprechen wir da? Die Wohnungssanierungen können noch 20 Jahre dauern“, fragt Dudek. Eine Antwort hat Tiburtius für den Ortsbeiratsvorsitzenden nicht. „Ich bin ehrlich, eigentlich müssten wir die Straße komplett machen. Aber es gibt noch ganz andere Brennpunkte in der Stadt.“

Abschnitt wird noch 2019 erneuert

Die Pläne für die Erneuerung eines Abschnitts der Albin-Köbis-Straße auf Höhe des Supermarkts. Quelle: Johanna Hegermann

Der Amtsleiter hat auch gute Neuigkeiten. Zumindest ein Teil der Straße soll noch 2019 erneuert werden. Es wird einen Bürgersteig, einen Regenwasserspeicher und auf der Verkehrsinsel Parkplätze geben. Hier habe sich das Amt für Verkehrsanlagen mit dem Eigentümer der anliegenden Häuser geeinigt. Die Kosten für die Straßensanierung teile man sich. „Etwas Ähnliches können wir uns auch für die restliche Straße vorstellen“, sagt Henry Klützke. Doch die Wiro sei nicht interessiert. „Das müssen sie auch nicht“, ergänzt Tiburtius. Der Ortsbeirat ist mit den Plänen des Amts jedenfalls zufrieden. „Das ist ein guter Anfang, wir werden dann sehen, wie es sich fortsetzt“, sagt Dudek.

Johanna Hegermann

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