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Rostock Kreativcampus: Angehende Erzieher bekommen mehr Platz
Mecklenburg Rostock Kreativcampus: Angehende Erzieher bekommen mehr Platz
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17:00 05.12.2018
ILL-Geschäftsführer Sergio Achilles inmitten einiger Schüler, die ab nächstem Jahr im neuen Schulgebäude unterrichtet werden sollen. Quelle: Axel Büssem
Bentwisch

Noch stehen die angehenden Erzieher vor der Tür ihres künftigen Schulgebäudes – oder besser gesagt vor einem Brett, das die kahle Türöffnung verschließt. Wo bisher Baugerüste nackten Beton umranken, sollen die Schüler ab dem nächsten Jahr lernen, wie man mit Kindern umgeht. Auf dem Kreativcampus des Instituts Lernen und Leben (ILL) in Bentwisch wurde am Mittwoch Richtfest gefeiert. Im Mai oder Juni 2019 soll das zweite Unterrichtsgebäude fertig sein, zum Schuljahresbeginn am 1. August ist die Eröffnung geplant.

Damit steigt auch die Kapazität der Fachschule für Pädagogik und Sozialwesen: Im 2016 eröffneten ersten Schulgebäude finden bislang knapp 100 Schüler Platz, zusammen mit dem neuen können 140 ausgebildet werden. Der Zuwachs entspricht dem Umfang der beiden letzten Klassen, die zum Schuljahr 2019/20 an den Start gehen sollen. Maxi Fanghänel (22) hat in diesem Jahr ihre Ausbildung begonnen. Sie freut sich schon auf die Erweiterung: „Dann haben alle Klassen ihren festen Raum.“ In den ersten Monat auf dem Campus habe sie schon viel gelernt. „Ich liebe Kinder und die Arbeit mit ihnen.“

Acht Unterrichtsräume bietet das neue Gebäude auf zwei Etagen mit insgesamt 775 Quadratmetern Nutzfläche. „Alle Räume werden multimedial auf dem neuesten Stand sein“, verspricht ILL-Geschäftsführer Sergio Achilles. Aber auch ganz altmodisch analog kann dort noch gearbeitet werden: „Es gibt eine Bibliothek und ein Musikzimmer.“ Die Instrumente seien bereits angeschafft, so Achilles. Hinzu kommt ein Lehrerzimmer, ein Sekretariat und Räume für die Schulleitung. Die Gesamtkosten liegen bei 1,8 Millionen Euro.

Auch Bentwischs Bürgermeisterin Susanne Strübing war zum Richtfest gekommen. „Jedes Jahr wird auf dem Kreativcampus ein neuer Bauabschnitt eröffnet. Das zeigt, wie attraktiv Bentwisch für das Institut ist, das ja auch noch andere Standorte hat.“ Der Ausbau stärke Bentwisch als Ort zum Leben und Arbeiten, betonte Strübing. „Ich hoffe natürlich, dass von den Schülern auch manche ihr Praktikum im Ort machen und vielleicht nach ihrer Ausbildung sogar hier bleiben.“

In der Fachschule werden Sozialassistenten und Erzieher für Kinder und Jugendliche von 0 bis 27 Jahren ausgebildet - für das ILL, aber auch für andere Träger. Michael Rössel ist angehender Erzieher im ersten Lehrjahr. „Die Schule bietet eine sehr gute und anspruchsvolle Ausbildung.“ Der 35-Jährige hatte zuvor schon in anderen Berufen gearbeitet, die füllten ihn aber nicht mehr aus. „Ich habe selbst zwei Kinder und habe gemerkt, wie viel Spaß die Arbeit mit Kindern macht.“

Ein weiteres Standbein des Instituts ist die Fort- und Weiterbildung: Mehr als 1200 Teilnehmer hatten die Kurse in diesem Jahr in Bentwisch. Perspektivisch soll an der Schule auch die duale Erzieherausbildung für Kinder bis zum Alter von zehn Jahren möglich sein. Ein entsprechender Antrag liege beim Schweriner Bildungsministerium vor, sagte Achilles.

BITTE 2 ZITATKÖPFE:

Maxi Fanghänel (22): Ich liebe Kinder und die Arbeit mit ihnen. In meiner Ausbildung lerne ich sehr viel.

Michael Rössel (35): Ich habe selbst zwei Kinder und habe gemerkt, wie viel Spaß die Arbeit mit Kindern macht

Axel Büssem

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