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Rostock Anna Shyrykhay erspringt drei Tickets für die Jugend-EM
Mecklenburg Rostock Anna Shyrykhay erspringt drei Tickets für die Jugend-EM
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00:16 15.05.2018
Rostock

Anna Shyrykhay konnte ihr Glück kaum fassen. Die Wasserspringerin vom WSC Rostock hat sich bei den deutschen Sommermeisterschaften der A-/B-Jugend in der heimischen Neptunschwimmhalle gleich drei Startplätze für die Jugend-Europameisterschaft (JEM) gesichert. Diese wird Ende Juni im finnischen Helsinki ausgetragen.

Anna Shyrykhay kann sich auf die JEM- Reise nach Helsinki freuen. Quelle: Foto: Osp Mv

Völlig überraschend qualifizierte sich Shyrykhay an der Seite von Partnerin Julia Deng (Aachen) im Synchronspringen vom Dreimeterbrett für die europäischen Titelkämpfe. „Ich kann es gar nicht glauben, dass wir es geschafft haben. Umso größer ist jetzt die Freude“, meinte die Hansestädterin kurz nach dem Finale am Sonnabend. Shyrykhay und Deng hatten im Vorfeld lediglich dreimal gemeinsam trainiert. Erst vor zwei Monaten wurde entschieden, dass die beiden Mädchen als Duo gemeinsam starten werden. Doch trotz der kurzen Eingewöhnungszeit klappte die Abstimmung schon gut. „Eine tolle Leistung der Mädels“, lobte Coach Michael Sachiasvili vom WSC Rostock.

Zuvor hatte sich die 18-jährige Shyrykhay als Zweite im Kunstspringen vom Einmeterbrett hinter Siegerin Lena Hentschel (Berliner TSC) und als Siegerin in der olympischen Disziplin vom Dreier mit 473,90 Punkten und damit drei Zählern Vorsprung vor Hentschel zwei JEM-Tickets geholt.

Die Talente vom WSC Rostock trumpften von Mittwoch bis Sonntag in der Neptunhalle auf. Sie gewannen jeweils sechs Gold- und Silbermedaillen sowie eine bronzene. Und noch viel besser: Fünf von acht WSC-Talenten schafften die geforderten Ergebnisse und Normen des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) für die JEM.

„Das war ein beinahe perfekter Wettkampf für unseren Verein. Wir freuen uns riesig, haben als Team überzeugt“, meinte Michael Sachiasvili. Der Zusammenhalt innerhalb der Rostocker Gruppe sei sehr groß, sagt der 42-Jährige. „Wenn du dann noch fleißig trainierst, kommen die gewünschten Ergebnisse“, nennt der gebürtige Georgier als Erfolgsrezept.

Beste Ostseestädterin war diesmal Naomi Hinzmann. Der 14-jährige Schützling von Trainerin Monika Dietrich (64) gewann in der B-Jugend das Kunstspringen vom Einmeterbrett vor Klubkollegin Jette Müller, das Turmspringen aus fünf beziehungsweise sieben Metern Höhe und die Kombination (1 m, 3 m und Turm) im Geburtsjahrgang 2004 – in den beiden letztgenannten Wettbewerben jeweils vor Thalea Paschel (ebenfalls WSC). Für ihre starken Leistungen vom Einer wurde Hinzmann für die JEM-Auswahl des DSV nominiert.

Der Rostocker Leonard Bastian (17) machte zwei JEM-Nominierungen klar. Der A-Jugendliche siegte vom Einmeterbrett mit 557,60 Punkten und landete vom Dreier rund 33 Zähler hinter Lou

Massenberg (582,45) vom Berliner TSC auf dem zweiten Rang.

Weitere Startplätze für die Jugend-Europameisterschaften sicherten sich die beiden 14-jährigen Jette Müller (1 und 3 m) sowie Thalea Paschel (Turm). Jill Paschedag, Tim Dreiucker und Paul Deiß vom WSC Rostock konnten dagegen nicht auf die Podestplätze springen.

In dieser Woche werden die jungen Rostocker Schrauben- und Saltikünstler etwas weniger trainieren. Die Belastung wird heruntergefahren. „Wir lassen es etwas ruhiger angehen, werden dosieren“, verspricht Trainer Michael Sachiasvili, der für seinen großen Ehrgeiz bekannt ist.

Bereits in der kommenden Woche stehen dann die offenen deutschen Sommermeisterschaften in Berlin an. Dort werden viele Ostseestädter erneut an den Start gehen. Richtig ernst wird es vom 18. bis 23. Juni, wenn alle JEM-Teilnehmer des DSV in Rostock einen Trainingslehrgang absolvieren. Anschließend geht’s dann per Flieger nach Helsinki. Dort peilen die WSC-Hoffnungen ebenfalls die eine oder andere Medaille an. Sie werden voraussichtlich die meisten Aktiven im deutschen Aufgebot stellen. Auch Sachiasvili und Monika Dietrich (64) werden den DSV-Tross begleiten und vor Ort coachen.

Alle Ergebnisse unter: www.sportlicht.net/live_1

Tommy Bastian

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