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Rostock Anwohner nervt Lärm an der Unimedizin
Mecklenburg Rostock Anwohner nervt Lärm an der Unimedizin
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15:12 30.04.2018
Weil es an Parkplätzen mangelt, müssen Lieferanten an der Rostocker Universitätsmedizin mit ihren Lkw teilweise auf den Bordstein ausweichen. Quelle: André Wornowski
Rostock

Beim Ortsbeirat Hansaviertel haben sich Anwohner über den Lärm beschwert, der durch die Ver- und Entsorgung der Universitätsmedizin täglich entstehen soll. „Die Zufahrt für Lieferanten wird von den Lkw zugeparkt. Das geht morgens um fünf Uhr los. Die Lkw lassen schön ihre Motoren laufen, während sie in der Schlange stehen. Das ist unzumutbar“, sagt Anwohner Volker Gierow aus der Rembrandtstraße. Hinzu komme die Belastung durch Bauarbeiten. „Die Unimedizin ist seit sieben Jahren Dauerbaustelle“, so der Mann weiter.

Probleme sind nicht neu

Ortsbeiratschef Karsten Cornelius (SPD) kennt das Problem. Es sei nicht die erste Beschwerde dieser Art. „Eine Frau ist wegen des andauernden Lärms sogar in die Dethardingstraße umgezogen“, sagt Cornelius.

Auch sollen sich Anwohner schon mehrfach an die Leitung der Unimedizin gewandt haben. „Was die Bürger sagen, wird dort aber überhaupt nicht angehört. Ich bin enttäuscht von der Unimedizin“, sagt Volker Gierow.

Unterirdische Versorgung brachte keine Besserung

Als er vor sieben Jahren eingezogen war, sei ihm in Aussicht gestellt worden, dass das Problem bald behoben sei: „Wenn die unterirdische Versorgung der Unimedizin da ist. Bis heute hat sich aber nichts getan. Das ist unglaublich“, sagt Gierow, der unter einem Tinnitus leidet. Auch würden schwer Baustellen-Fahrzeuge in der Einbahnstraße wenden.

Harald Jeguschke, Kaufmännischer Vorstand der Unimedizin, erklärt auf OZ-Anfrage: „Um den Klinikbetrieb zu gewährleisten, ist es notwendig, dass mehrmals täglich Essen, Wäsche, Medikamente und so weiter an- und abtransportiert werden.“ Ein Großteil der Waren werde zunächst zentral am Lager gesammelt und dann an die einzelnen Gebäude verteilt, um viele kleine Fahrten zu vermeiden. „Diese Anlieferungen sind aufeinander abgestimmt“, sagt Jeguschke.

Unimedizin will mit Fahrern reden

Allerdings gebe es Gebäude mit sehr eingeschränkten Anfahrtsmöglichkeiten, wie die Haut- und Zahnklinik in der Rembrandtstraße. „Wenn ungeplant mehrere Patienten antransportiert werden müssen oder parkende Autos die begrenzten Plätze belegen, müssen unsere Lieferanten zeitweise auf den Bordstein ausweichen.“

Die Unimedizin stehe in regem Austausch mit den Fahrern. „Wir werden sie nochmals darauf hinweisen, in solchen Fällen, sofern es ihr Tourenplan zulässt, den Standort später erneut anzufahren – aber in jedem Fall in Wartezeiten den Motor abzustellen“, so Jeguschke.

Nicht alle Kliniken an Tunnelsystem angeschlossen

Auch besitzt die Rostocker Unimedizin einen unterirdischen Warentransport, über den die Kinderklinik, die Chirurgische Klinik und die Apotheke versorgt werden. Haut- und Zahnklinik sind aus technischen Gründen aber nicht an das Tunnelsystem angeschlossen.

Wornowski André

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