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Rostock Athleten auf vier Pfoten im Wettstreit
Mecklenburg Rostock Athleten auf vier Pfoten im Wettstreit
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00:00 19.04.2013
Patrick Bartsch versteht sich mit seiner dreijährigen Australian-Shepherd-Hündin Lucy ohne Worte. Sie liebt es zu laufen und zu springen und hat als Hütehund immer ein Auge auf ihr Herrchen. Quelle: Steffen Thimm
Schmarl

Morgen öffnet die Fachmesse „Tier und Natur“ in der Hansemesse, mit dabei ist dann auch Patrick Bartsch vom Hundesportverein Hansestadt Rostock. Er organisiert das Hunde-Agility-Turnier, das jeweils um 9 Uhr beginnt — ein Publikumgsmagnet. Den Parcours begehen dürfen alle Teilnehmer schon ab 8.45 Uhr.

Auf der 800 Quadratmeter großen Fläche müssen die Vierbeiner durch Slalomstangen laufen, über Hürden springen und über Wippen balancieren. Herrchen oder Frauchen dürfen an der Seite mitlaufen und ihren Hund mit Rufen oder Körpersprache dirigieren. Anfassen ist verboten. „Agility ist eine Sportart für athletisch geformte Hunderassen“, sagt Bartsch. Sie könne aber auch als gesundheitsfördernde Maßnahme für beispielsweise übergewichtige Hunde dienen.

„Agility erfordert Vertrauen, Disziplin und ein fast blindes Verständnis zwischen Mensch und Tier“, erklärt der Organisator. Innerhalb weniger Wochen waren die 200 Starterplätze vergeben. Pro Messetag absolvieren 100 Hunde zwei Pflichtprüfungen auf dem Parcours, der auf drei Schwierigkeitsgrade umgestellt werden kann. Ein Richter begutachtet alles, prüft Zeit und Fehler.

„Für manche Tiere kann es mit all den Zuschauern etwas stressig sein“, räumt Bartsch ein und ergänzt: „Aber auf dem Parcours sind sie in ihrem Element, wollen sich bewegen und arbeiten.“ An erster Stelle stehe aber immer der Spaß für Mensch und Hund. Für Bartsch und seine Partnerin Annett Mattaj sind ihre vier Hunde „wie Familienmitglieder“, dementsprechend genau wird auf die Gesundheit, auch auf die der Turnierteilnehmer, geachtet: „Kranke oder untrainierte Tiere dürfen nicht teilnehmen, denn ein gesundes Tier ist sehr wichtig“, sagt Bartsch.

Ein trainierter Hund habe eine völlig andere Belastungsschwelle als ein ungeübter. Je mehr die Vierbeiner üben, desto zufriedener würden sie. 25 000 Zuschauer sahen laut Bartsch auf der letzten Hundemesse seine Agility-Show — „diese Zahl möchten wir auf der ,Tier und Natur‘ auch gerne erreichen“, hofft er.

Um den Besuchern etwas zu bieten, haben er und Mattaj sich richtig ins Zeug gelegt: Sechs Wochen lang haben sie in mühevoller Kleinarbeit alle Hindernisse und Objekte selbst gebaut, bemalt und zurecht geschnitten. Von diesem Einsatz können sich die Messebesucher an diesem Wochenende selbst überzeugen.

Freikarten: Die OZ vergibt Freikarten für die Messe „Tier und Natur“ am Wochenende in der Hansemesse. Wer heute um 11 Uhr unter

☎ 0381/365 328 anruft, kann mit etwas Glück gewinnen.

Steffen Thimm

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