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Atomfässer rollen durch Rostock

Stadtmitte Atomfässer rollen durch Rostock

Die Grünen erinnerten an den Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima.

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Um an die Reaktorkatastrophe in Fukushima zu erinnern, rollten die Grünen gestern symbolisch Atomfässer durch Rostock.

Quelle: Antje Bernstein

Stadtmitte. Mit einer Mini-Demo durch die Rostocker Innenstadt haben gestern Mitglieder von Bündnis 90/ Die Grünen an die Atomreaktorkatasrophe im japanischen Fukushima vor zwei Jahren erinnert. Vermummt in Schutzanzügen und mit Masken trugen sie symbolisch Atomfässer vom Doberaner zum Universitäts-Platz.

In der Kröpeliner Straße riefen sie Passanten mit Megafon-Durchsagen nicht nur den Ablauf des verheerenden Unglücks zurück ins Gedächtnis. Zeitgleich wollten sie für die Umstellung auf erneuerbare Energien sensibilisieren. „Wir wollen deutlich machen, dass wir in Deutschland am Atomausstieg festhalten müssen. Die Energiewende muss konsequent umgesetzt werden“, betonte Ulrich Söffker, Landesgeschäftsführer der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern. Das unterstrich auch der energiepolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion Johann-Georg Jaeger vehement: „Die Ereignisse in Japan haben nach der Katastrophe in Tschernobyl erneut gezeigt, dass es keine sicheren Atomkraftwerke gibt oder geben kann.“

Am 11. März 2011 hatte ein Beben mehrere Reaktorblöcke im Kraftwerk in Fukushima zerstört. Die radioaktive Strahlung hatte große Gebiete der Umgebung verseucht. Noch heute sind weite Teile um das Kraftwerksgelände Sperrgebiet. Die Spätfolgen für die Familien, die von der Atomkatastrophe betroffen waren, sind nach wie vor nicht absehbar.

Antje Bernstein

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