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Rostock Auf der Suche nach dem Traumberuf
Mecklenburg Rostock Auf der Suche nach dem Traumberuf
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00:05 08.06.2017
Mit einem Polizeibus durften die Schüler von der Fähre bis zum Gelände der Bundespolizeiinspektion See in Hohe Düne fahren.
Hohe Düne

Für 17 Schüler des Erasmus-Gymnasiums Evershagen ging es gestern hinaus aus dem Klassenzimmer und rauf auf das Gelände der Bundespolizeiinspektion See in Hohe Düne. Hier durften sie einige Stunden lang Näheres über die Arbeit der Seemänner und -frauen erfahren und einen Blick auf das Einsatzschiff „Eschwege“ werfen.

Erasmus-Schüler informieren sich über Ausbildungsmöglichkeiten bei der Bundespolizei

„Sinn dieser Aktion ist, die soziale Integration von Schülern mit Migrationshintergrund zu fördern. Die sprachliche Herausforderung ist eben nur ein Punkt“, sagt Andrea Pecnik vom Jugend-, Sprach- und Begegnungszentrum MV. Daher würden in der Sprachförderung unter anderem auch die deutsche Verfassung behandelt und Exkursionen veranstaltet. Außerdem sei es für die Schüler der neunten und zehnten Klassen eine Möglichkeit einen Wunsch fürs spätere Berufsleben zu finden. „An der Aktion nehmen heute auch einheimische Schüler teil. Es geht ja auch um den Austausch untereinander.“

Nisreen Scheikhi lebt seit einem Jahr und sechs Monaten in Rostock und nimmt an der Sprachförderung teil. Ursprünglich kommt die 17-Jährige aus Syrien. Die Exkursion zur Polizeiinspektion findet sie spannend. „Wir haben großes Interesse daran“, erklärt sie.

Ob die Arbeit bei der Bundespolizei auch etwas für Menschen mit Migrationshintergrund sei, möchte eine Schülerin wissen. „Wenn sie die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben, dann spielen Hautfarbe und Herkunft keine Rolle“, erklärt der Polizeisprecher Steffen Seifert, der den Jugendlichen den Beruf des Bundespolizisten beschreibt. Momentan werde definitiv nach Nachwuchs gesucht.

„Wenn Bewerber gute Voraussetzungen haben, nehmen wir sie mit Kusshand“, fügt er hinzu.

Maja Petzold interessiert sich für die Arbeit an Bord der „Eschwege“. „Es ist schön, dass wir die Möglichkeit haben hier durch das Schiff zu laufen.“ Ob der Beruf für die 17-Jährige infrage komme, sei jedoch fraglich. „Ich weiß nicht, ob ich die harte Ausbildung aushalten würde.“ Auch Nisreen Scheikhi ist sich nicht sicher, ob das ein Job für sie wäre.

Simone Hinkfoth hat das alles schon hinter sich. 1994 hat sie ebenfalls mit 17 Jahren bei der Bundespolizei angefangen. „Ein bisschen sportliches Talent sollte man schon mitbringen“, räumt sie ein.

Wie die Männer würde man dieselbe körperlich anstrengende Ausbildung durchlaufen. „Es ist aber sehr interessant und hat auch Spaß gemacht“, versucht sie ihre jungen Zuhörer zu motivieren.

Dustin Seifert ist jetzt schon Feuer und Flamme. „Das möchte ich unbedingt mal ausprobieren“, sagt der Schüler. Doch bisher wisse er nicht, wie die Arbeit bei der Bundespolizei genau ablaufe.

Polizeisprecher Steffen Seifert hat dafür schon eine Idee. „Ich würde dir raten, ein Praktikum bei uns zu machen.“ Vier bis fünf Mal im Jahr gebe es die Möglichkeit, dass eine kleine Gruppe interessierter Schüler die praktische Arbeit in allen Bereichen der Bundespolizei kennenlernen können.

Johanna Hegermann

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