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Rostock Auf vier Pfoten jedes Hindernis meistern
Mecklenburg Rostock Auf vier Pfoten jedes Hindernis meistern
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03:49 07.09.2013
Christina Wernike (26) von den „Rostock Jumpers“ will in der Hanse-Messe zeigen, was für Tricks ihr Hund Aydo (3) beherrscht. Quelle: Karsten Wilke
Schmarl

Auf der Rassehundeausstellung in der Hanse-Messe Schmarl an diesem Wochenende sind die Vierbeiner nicht nur hübsch zurechtgemacht, sondern zeigen auch, was sportlich in ihnen steckt. Die Hundesportgruppe „Rostock Jumpers“ stellt bei zwei Auftritten heute ihre Disziplin „Agility“ (Agilität) vor. Eine rasante Show, bei der die Tiere schnell und kunstvoll über einen Parcours geschickt werden.

Einer der acht Hunde, die das Showprogramm gestalten, gehört Christina Wernike. Die 26-Jährige trainiert seit zwei Jahren ihren Papillon „Aydo“ (3) in der noch jungen Hundesportart. „Eigentlich bin ich damals mit ihm zum Hundesportverein Toitenwinkel gegangen, um ihn ein wenig zu erziehen. Standards wie „Sitz!“ und „Komm her!“ eben“, erzählt die Ergotherapeutin. Über ihren Bekannten Patrick Bartsch, der die „Rostock Jumpers“ leitet, lernte sie dann das „Agility“ kennen. „Aydo lernt sehr schnell. Wir haben erst im Juni 2012 in der kleinsten Turnierklasse der A1 angefangen und sind jetzt schon in der höchsten, der A3, angekommen“, sagt die Hundebesitzerin stolz. Jetzt sammelt sie Wettkampferfahrungen für die Europameisterschaft.

„Agility“ ist ein zeitintensives Hobby. Ein- bis zweimal pro Woche trainieren Wernike und Aydo mehrere Stunden. Hinzu kommt das Training der Anfängergruppe, die Wernike leitet. Das Training wird dabei aber immer wieder durch Pausen unterbrochen. „In den drei Stunden kommt man vielleicht auf dreimal zehn Minuten realistisches Training, denn die Aufmerksamkeitsspanne der Hunde ist nicht sonderlich lang, und ich will mein Tier ja nicht zwingen“, erklärt sie. Sie trainiere nach den Maßstäben des „free shaping“ (freies Formen). „Das bedeutet, dass man einfach auf ein Verhalten wartet, welches der Hund von alleine anbietet“, erklärt sie. So erarbeitet er sich sämtliche Übungen von selbst. „Immer wenn er dann etwas richtig gemacht hat, wird er belohnt, so kommt man in kleinen Schritten voran“, sagt sie. Bei einer Rampe beispielsweise werde er belohnt, sobald er einen Fuß darauf setzte. Dann erst wieder, wenn er ein Stück die Rampe hinaufläuft. „Die ganze Übung wird in kleine Schritte zerlegt. Dadurch, dass er sich diese selbst erarbeitet, verinnerlicht er sie viel besser und vergisst sie nicht wieder“, erklärt sie.

„Wir freuen uns richtig zu zeigen, was die Tiere können. Außerdem ist es eine tolle Möglichkeit, unseren Sport einem breiten Publikum vorzustellen“, sagt Wernike.

Ab heute 10. Rassehundeausstellung
Bereits zum 10. Mal findet die Internationale Rassehundeausstellung am 7. und 8. September in der Hanse-Messe Rostock statt. 1897 Rassehunde aus 240 Rassen und 17 Ländern sind gemeldet. Sie kommen aus ganz Europa, Russland sowie Brasilien und werden sich an zwei Tagen jeweils ab 14.30 Uhr im Ehrenring den Richtern präsentieren. Am Sonntagabend wird der Gewinner „Best in Show“ gekürt.

Öffnungszeiten: 7./8. September, 9 bis 17 Uhr; Eintrittspreise: Tageskarte Erwachsene: sieben Euro, Kinder unter sechs Jahren frei, Kinder von sechs bis zwölf Jahren: vier Euro, Familienkarte: 17 Euro.


Mehr als 200 Fotos ihrer tierischen Lieblinge haben Leser der OSTSEE-ZEITUNG gesandt. Ein Großteil davon ist in der Hanse-Messe zu sehen.

Karsten Wilke