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Rostock Aufholjagd bleibt unbelohnt: Dolphins verlieren Derby
Mecklenburg Rostock Aufholjagd bleibt unbelohnt: Dolphins verlieren Derby
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00:30 16.10.2017
RHC-Kreisläuferin Katja Wahl (l.) steuerte gegen Wismar zwei Treffer bei, doch zum Punktgewinn reicht es nicht. Quelle: Foto: Ronny Susa
Rostock

Die Atmosphäre in der altehrwürdigen Fiete-Reder-Halle in Rostock-Marienehe erinnerte ein wenig an bessere Zeiten, als sich beide Seiten noch in der 2. Handball-Bundesliga gegenüberstanden. Rund 400 Zuschauer sorgten für einen schönen Rahmen beim prestigeträchtigen Mecklenburg- Derby zwischen dem Rostocker HC und der TSG Wismar. Das sportliche Niveau war allerdings eher überschaubar. Am Ende gewannen die Gäste verdient mit 24:19 (14:7).

RHC-Trainerin Ute Lemmel analysierte: „Durch unseren zögerlichen Beginn sind wir schnell deutlich ins Hintertreffen geraten. Wir haben anfangs ohne Mut und Pep gespielt. Ich habe keine Ahnung, woran das lag.“ Ihr Team hätte nach dem Erfolgserlebnis durch das 27:27 jüngst bei der SG OSF Berlin eigentlich selbstbewusst auftreten können.

Doch nach 17 Spielminuten lagen die jungen Rostockerinnen, von denen viele Spielerinnen noch für die A-Jugend spielberechtigt sind, bereits mit 1:10 zurück. Ein Debakel bahnte sich an. Besonders die Ex-Rostockerin Svea Pinkohs war in der Anfangsphase nicht zu stoppen. Sie erzielte in dieser Zeit fünf Treffer und kam insgesamt auf zwölf Tore – darunter sieben Siebenmeter – und war damit erfolgreichste Werferin des Spiels.

Auch eine von Ute Lemmel frühzeitig genommene Auszeit nach rund zehn Spielminuten konnte den Rhythmus der Gäste nicht brechen. Wismar dominierte das Geschehen. Erst in den letzten zwölf Minuten des ersten Abschnitts hielten die Gastgeberinnen besser dagegen und verkürzten auf sieben Tore Rückstand zur Pause (7:14).

„Wismar hatte klare Vorteile im Rückraum. Wir waren dagegen zu ausrechenbar, haben meist versucht, über den Kreis zum Torerfolg zu kommen“, meinte Lemmel. Die 57-Jährige stellte ihre Team in der Pause neu ein und die Abwehr offensiver auf. Die Rostockerinnen attackierten in der zweiten Hälfte früher und starteten nach dem 8:16 (35.) eine Aufholjagd bis hin zum 17:19 (53.). Zu diesem Zeitpunkt schien eine Überraschung gegen den Drittliga-Absteiger und Tabellenzweiten wieder möglich.

Dann allerdings nahm die 29-jährige Rückraumspielerin Vivien Millrath (gebürtige Erdmann) auf TSG-Seite das Spiel ihres Teams in die Hand, führte klug Regie und die Gäste zum Auswärtssieg.

„In der Schlussphase hat Wismar mit mehr Ruhe am Ball gespielt. Bei unserer jungen Mannschaft wechseln Aufs und Abs noch zu oft. Die Mädels brauchen Zeit, um Erfahrungen zu sammeln und dominanter spielen zu können“, sagte Ute Lemmel. Sie und der Verein haben sich vorgenommen, den eigenen Nachwuchs nach oben zu führen. In dieser Saison ist allerdings erst einmal das obere Tabellendrittel das Ziel.

Weiter geht es für den Rostocker HC (jetzt 6. Tabellenplatz, 5:5 Punkte) am kommenden Sonnabend bei der HSG Neukölln (10., 2:8) in Berlin.

Rostocker HC: A. Freitag, Peters – Bladt 3, Kordt, Schwarz, Stammer, Wahl 2, Müller, Leonhardt 1, Janke, Fränk 2, Rotfuß 5, Schlegel 6/5,

TSG Wismar: Steiner, Schultz – Krohn, Tegler 5, Bibow 1, Wilhelm, Pinkohs 12/7, Powierski 2, Bartlau 2, Millrath 1, Evangilidou 1, Misevska.

Siebenmeter: RHC 6/5, TSG 9/7.

Strafminuten: RHC 6, TSG 6.

Zuschauer: ca. 400.

Tommy Bastian

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