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Rostock Aufräumfahrzeuge verursachen Schäden an der Promenade
Mecklenburg Rostock Aufräumfahrzeuge verursachen Schäden an der Promenade
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14:35 15.03.2019
Claus Schumann (68) zeigt die Schäden, die durch die entlang fahrenden Maschinen entstanden sind. Quelle: Susanne Gidzinski
Rostock

 Kurz vor der Saison haben die Aufräum- und Aufbauarbeiten in Warnemünde begonnen. Fast täglich fahren Reinigungsfahrzeuge und Traktoren mit großer Anhängelast die Promenade auf und ab. An engen Abschnitten oder beim Abbiegen Richtung Strand soll die Mauer oftmals in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Auch die Bodenplatten weisen zahlreiche Sprünge auf. Der Ortsbeirat nimmt sich dieses Themas an und fordert eine schnelle Reparatur. Anwohner sorgen sich um das Stadtbild.

Risse und schwarze Spuren an der Mauer

Wenn Claus Schumann die Promenade entlang schlendert, fällt ihm eines direkt ins Auge. Große schwarze Spuren an der Mauer. Der genauere Blick offenbart jedoch weitere Mängel. So beispielsweise am Strandaufgang in Höhe des Hotels Stolteraa. Dort sind tiefe Kerben im Gemäuer, und teilweise sind ganze Stücke herausgebrochen. Der Grund dafür seien nach Aussage des Rentners die riesigen Arbeitsgeräte, die für die Beseitigung der Sturmschäden eingesetzt werden. „Die Maschinen sind lang, schwer und passen teilweise kaum durch die Einfahrten“, klagt der 68-Jährige. „Kein Wunder, dass da etwas passiert.“

Über die Promenade fahren die großen Fahrzeuge auf den Strand. Quelle: Susanne Gidzinski

Weil dieses Problem bereits seit einigen Jahren besteht, hat sich der Warnemünder nun an den Ortsbeirat gewandt. „So kann das doch nicht bleiben. Es kommen immer wieder neue Schäden dazu und die alten werden nicht beseitigt“, merkt er an. „Das ist keine angemessene Qualität für ein Seebad.“ Während einige der Risse erst kürzlich entstanden, seien andere Überbleibsel aus den vorherigen Jahren. Schumann macht sich Sorgen, dass sich dieser Umstand über lange Sicht abschreckend auf die Urlauber auswirkt und fordert eine schnelle Reparatur. „Das macht einen schlechten Eindruck, wenn hier alles liegen bleibt. Irgendwann spricht sich das rum, und der Ruf des Ostseebades wird darunter leiden“, meint der Rentner.

Weiteres Problem: Schmierereien

Für die Ortsbeiratsmitglieder ist das Thema nicht neu. Auch sie haben sich in der Vergangenheit darüber geärgert, wie der Vorsitzende Alexander Prechtel (CDU) bestätigt: „Wenn eine Firma Maßnahmen durchzuführen hat, dann muss sie das ordentlich machen.“ Nicht immer ließe sich vermeiden, dass etwas kaputt gehe. „In solch einem Fall muss es eben so schnell wie möglich und vor allem ordnungsgemäß wieder repariert werden.“

Doch die Schäden seien nicht das Einzige, was das Bild des Ostseebades verschandle. „An vielen Stellen der Mauer sind seit Monaten Schmierereien von Hansa-Hooligans zu sehen“, sagt Prechtel sauer. Dies sei bereits der Tourismuszentrale gemeldet worden. Der Ortsbeiratsvorsitzende wünscht sich, dass im Zuge der Ausbesserungsarbeiten auch diese entfernt werden. „Es wäre gut, wenn alles in einem Schwung gemacht werden könnte und wir nicht hinter allem her rennen müssten.“

Warten auf Reparaturen

Ärgerlich sei vor allem, dass jene Spuren von Vandalismus oder andere Schäden teilweise erst nach einigen Monaten oder sogar Jahren entfernt werden. „Erst, wenn wir es massiv einfordern und jede einzelne Stelle genau benennen, wird etwas getan“, berichtet Prechtel. Mittlerweile haben die Ortsbeiratsmitglieder ein neues System entwickelt, um alle Mängel im Blick zu behalten. „Wir registrieren alle Beanstandungen und ordnen sie einer Nummer zu.“ Dies sei notwendig, damit kein Thema in Vergessenheit gerate. „Wir behalten sie solange auf unserer Liste, bis sie abgearbeitet wurden.“

Auf OZ-Anfrage teilt die Tourismuszentrale mit, dass die Spuren an der Promenadenmauer im Zuge der Saisonvorbereitung entfernt werden sollen: „Die Schäden sind uns bekannt, und wir übernehmen die Ausbesserungen wie Malerarbeiten und kleinere Reparaturen.“

Susanne Gidzinski

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