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Aus für Beratung in Doberan

BAD DOBERAN Aus für Beratung in Doberan

Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern, Konflikte zwischen Eltern und Nachwuchs, Fragen nach Scheidung oder auch Kindeswohlgefährdung: Probleme, auf die es derzeit kaum Antwort in Bad Doberan gibt.

Bad Doberan. Denn seit dem 1. April ist die Erziehungsberatung der Rostocker Stadtmission beendet. Schlimmer noch: „Wir mussten die Beratungen abbrechen“, sagt Koordinatorin Ulrike Radke-Voß. Grund: Der Landkreis zahlt zu wenig für die Angebote. Etwa 30 Klienten pro Woche sind betroffen.

Der Kreis will mit allen Trägern aus Rostock, die im Landkreis Angebote vorhalten, neue Leistungs- und Entgeltvereinbarungen abschließen, erklärt Vize- Landrat Rainer Boldt (SPD). Dabei gehe es darum, was wie erbracht wird, wie der Personalschlüssel ist und wie vergütet wird. Knackpunkt dabei ist — wie so oft — das Geld. „Wir können nicht die Verträge anerkennen, die in Rostock gelten“, macht Boldt klar. Der Kreis sei nicht in der Lage, solche Sätze wie in kreisfreien Städten zu zahlen. Zumindest seit der Gebietsreform. Der Altkreis Bad Doberan hatte mehr gezahlt.

Das Landratsamt müsse aufpassen, dass Kosten nicht aus dem Ruder laufen, so Boldt. Deshalb schaue man genau auf die Anzahl der Fälle, behalte die ambulante Hilfe und die Kosten im Blick. Jetzt verhandele der Landkreis mit den Trägern, auch mit der Stadtmission. Sollte diese nicht auf das Angebot eingehen und aussteigen, würde der Kreis alternative Beratungsangebote schaffen.

Man müsse die Mitarbeiter der Beratungsstellen vernünftig bezahlen, sagt Kreistagsmitglied Birgit Schwebs (Linke). „Wir haben über ein Jahr lang über Entgelte verhandelt“, sagt sie und nennt das Ergebnis einen Kompromiss. Die Sätze seien „nicht sehr hoch“. Aber von den Trägern werde erwartet, dass sie mit Sachkompetenz ihre Aufgaben erfüllen. Es bestehe ein Rechtsanspruch auf Erziehungsberatung macht die Kommunalpolitikerin klar. Renate Peter

OZ

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