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Azubis machen den Lärmtest

Reutershagen Azubis machen den Lärmtest

Wenn Baulärm zum Gesundheitsrisiko wird / Berufsgenossenschaft Bau übt Prävention

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Test in der Bauhalle: Zusammen mit den Lehrlingen macht Sascha Mucha (links) eine Vergleichsmessung. Impulslärm ist besonders laut.

Quelle: Foto: L. Kenzler

Reutershagen. Wie laut sind Kreissäge, Bodenverdichter und Presslufthammer wirklich? Beim Aktionstag „Risiko Hörschäden“ der Berufsgenossenschaft Bauwirtschaft (BG Bau) waren gestern die Auszubildenden gefragt. Einmal im Jahr werde hier der Baunachwuchs über das Gesundheitsrisiko Lärm, Ausmaß, Kosten und Lösungsansätze informiert.

„Acht bis zehn Prozent der Azubis steigen schon mit leichten Hörschäden in die Baubranche ein“, erklärt Thomas Jaek, der bei der BG Bau für die Prävention zuständig ist. Denn auch im privaten Bereich müsse man sein Gehör schützen. Das beginne schon bei Musikanlagen oder Motorrädern. „Ein aufgedrehter iPod hat um die 200 Dezibel und ist damit ein klares Risiko für die Gesundheit“, so Jaek. Im Baubereich ist Lärmschutz unter den verschiedenen Gewerken, wie Fliesenleger, Trockenbau-, Zimmerer- oder Metallbauarbeiten, ein Dauerthema: Ab 80 Dezibel sei jeder Arbeitgeber verpflichtet, Gehörschutz anzubieten, ab 85 müssen Arbeitnehmer ihn auch nutzen. Andernfalls drohten Dauerschäden, für die die Versicherung nicht aufkomme.

Am Aktionstag durchliefen die Lehrlinge verschiedene Stationen, an denen Vergleichsmessungen durchgeführt wurden. Während sie mit Steinen und Werkzeugen Krach machten, trugen alle Gehörschutz. Mit Messgerät und fachlichem Know-how stand ihnen Sascha Mucha zur Seite, der bei der BG Bau in der Messabteilung tätig ist. Heinrich Tesmann (21) ist einer von 200 Auszubildenen in der Baubranche.

„Hörschutz ist extrem wichtig“, sagt der angehende Fliesenleger. Aber nicht nur Schutz für die Ohren, auch Brillen und Handschuhe seien ein Muss im Baubetrieb.

„Dafür, dass Lärm krank machen kann, wollen wir unsere Lehrlinge sensibilisieren“, sagt Thilo Elßner, der die Bildungsabteilung leitet. Das sei gerade wichtig, weil sich Hörschäden oft erst im höheren Alter bemerkbar machten. „Lärm macht einsam“, sagt auch Jaek. Und das wolle schließlich niemand gern sein.

lmk

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