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Rostock Babyboomer stoßen auf Generation Y an
Mecklenburg Rostock Babyboomer stoßen auf Generation Y an
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00:00 04.04.2014

Schutow — Innovativ, dynamisch, mobil. Diese drei Schlagworte verbindet Thorsten Ries, Geschäftsführer des Unternehmens Heinrich Hünicke, mit der sogenannten Generation Y. Also derjenigen, die um die Jahrhundertwende im Teenageralter waren und jetzt — nach diversen Praktika — in den Arbeitsalltag starten. Gestern Abend empfing Ries 180 Gäste im Rostocker Bürozentrum in Schutow. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Ansichtssache lag der Fokus auf dem Menschen aus Sicht der Arbeitswelt und der Kirche. „Wir werden täglich mit dem Aufeinandertreffen der Generationen konfrontiert“, sagte Ries: „Auch bei der Büroplanung spielt das eine Rolle.“

Deutlich wurde das im Theaterstück von Rebecca Madita Hundt und Stefan Kraft. 30 Minuten reichten den beiden Schauspielern — er (52) aus der Generation der Babyboomer, sie (28) aus der Generation Y — um diese Kluft im Alltag zu zeigen. Manuela Balan vom Unternehmerverband Rostock-Mittleres Mecklenburg kennt das: „Meine Kinder sind in diesem Alter“, erzählte sie. Mit Susanne Winnacker, Rektorin der Hochschule für Musik und Theater in Rostock, stieß sie gestern auf die gute Zusammenarbeit an und lauschte dem Quartett der Young Academy Rostock (Yaro) mit Sänger Moritz Matschke. „Im Rahmen der Horst-Rahe-Stiftung für hochbegabte Studenten kommen wir immer wieder zusammen“, erklärte Balan. „Aber wir sehen uns einfach viel zu selten“, ergänzte Winnacker.

So geht es auch Evelyn Scheumann mit Tochter Katrin und Christine Steinkraus. „Wir kennen uns nur vom Telefon“, sagte Steinkraus, Mitarbeiterin von Heinrich Hünicke. Evelyn Scheumann von Innenarchitektur und Design in Bad Doberan gestaltete gemeinsam mit ihrer Tochter das alte Heizhaus auf dem Schutower Gelände um. „Das Gebäude hat nun Industriecharme und ist ausschließlich mit Ikea-Möbeln ausgestattet“, erklärte Evelyn Scheumann. Im Heizhaus befindet sich das Restaurant Pusteblume. Inhaberin Anne Krüger kümmerte sich gestern um das Catering.

Auf den Menschen im Mittelpunkte konzertierte sich Landesbischof Gerhard Ulrich. „Die Menschen gehen arbeiten, um sich einzubringen und die Welt mitzuerleben“, sagte Ulrich. „Wir sind nicht die Summe unserer Leistung, und kein Mensch lebt für sich alleine.“ Das merkte auch Ute Kühlbach vom Kreisdiakoniewerk Greifswald-Vorpommern. Für das Musikprojekt Philipp überreichte ihr Thorsten Ries im Namen der Christof-Husen-Stiftung 2500 Euro. „Das Projekt soll im Mai starten“, erklärte Kühlbach. „Dabei wollen wir behinderte und nichtbehinderte Kinder zusammenbringen und die Hemmschwelle mit Musik abbauen.“



OZ

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