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Rostock Begehrt: Petriviertel lockt Investoren
Mecklenburg Rostock Begehrt: Petriviertel lockt Investoren
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00:00 16.04.2013
Östliche Altstadt

Rund 36 Millionen soll das Neubauprojekt „Petriviertel“ zwischen Warnowufer und Stadtmauer kosten. Als treuhänderischer Koordinator kümmert sich die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung (RGS) um die Baumaßnahmen. Neun Millionen Euro fließen allein in die Gestaltung der Grünflachen in den Bereichen Petrischanze, Alter Warnowarm oder Warnowuferkante. Dafür hat gestern Harry Glawe (CDU), Minister für Bau und Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns, eine Million Euro an die Stadt übergeben.

Bei einem Rundgang mit Oberbürgermeister Roland Methling (UFR), Vertretern von Stadt und Land sowie beteiligten Bauinvestoren begutachtete Glawe nach der Übergabe das geplante neue Wohngebiet mit etwa 15 Hektar Fläche. „Die Stadt Rostock hat sich viel bewegt. Sie macht modernes Wohnen an diesem Standort möglich und steigert so ihre Attraktivität“, erklärte der Minister zufrieden. Methling sagte über die geplanten 450 Wohneinheiten: „Darauf können unsere Kinder und Enkelkinder stolz sein“. Von den 31 000 Quadratmetern Wohnfläche seien schon 75 Prozent verkauft, berichtete RGS-Geschäftsführer Reinhard Wolfgramm, der Glawe und Methling die aktuelle Situation erklärte.

Mit zentraler und naturnaher Wohnlage ist das ehemalige Fischer- und Gerberviertel heiß begehrt, öffentliche Verkehrsmittel und Einkaufsmöglichkeiten liegen nur einen Katzensprung entfernt. „Für 90 unserer 120 Grundstücke liegen schon verbindliche Unterschriften vor“, freut sich Hagen Hildebrandt, Vorstandsvorsitzender der Baugenossenschaft Warnow. Auch Sport- und Freizeitangebote sowie eine neu errichtete Sporthalle soll es auf dem Neubaugelände geben. Dazu Parkplätze und zehn Busstellplätze, die es großen Mengen von Touristen erleichtern sollen, in die Innenstadt zu gelangen.

Stellflächen, Sport-, Freizeit- und Grünanlagen sollen ab Juli dieses Jahres eröffnet werden. Das am Warnowufer liegende Bootshaus der Universität soll an Ort und Stelle bleiben können und mit einer Straße erschlossen werden.

Aus Rostock gewann das Architektenbüro Inros Lackner AG mit Gerber Architekten aus Dortmund einen von der BG Neptun ausgerufenen Planungswettbewerb für ihr Bauvorhaben „Am Haargraben“. Sie brachten „städtebauliche Vorgaben mit klaren Nutzungsanforderungen der BG überzeugenderweise in Einklang“.

Steffen Thimm