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Rostock Bentwischer gründen Kulturclub
Mecklenburg Rostock Bentwischer gründen Kulturclub
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00:01 24.10.2017

In Bentwisch will sich ein Kulturclub gründen. Um das Vorhaben zu unterstützen, haben die Gemeindevertreter nun einstimmig beschlossen, die notwendigen Räume dafür zur Verfügung zu stellen. „Die Nutzung erfolgt kostenfrei, da sich der Verein derzeit in der Gründungsphase befindet und nicht kostendeckend arbeiten kann“, steht im Beschluss. Es soll ein Mitnutzungsvertrag für ein Jahr vereinbart werden.

Als Räume kommen unter anderem das Sportforum, die Schulaula und der Seniorentreff infrage. Aber auch die Nutzung des Gemeindebüros ist möglich – und genau daran entzündete sich eine Debatte. „Der Versammlungsraum mit der Küche und allem, was dazu gehört, ist nur für uns als Gemeindevertreter gedacht. Das sollten wir auch so beibehalten“, sagte Frank Nagel. Seine Begründung: „Wenn wir einmal den kleinen Finger geben, könnten noch andere kommen und dann müssen wir auch ja sagen“, so Nagel. Bei Jan Zielke stieß das auf Unverständnis. „Es klingt so, als wenn wir 50 Vereine im Dorf hätten, die alle darauf warten, dass sie in diesen Raum können.“ Das Gegenteil sei der Fall. „Es ist ein Raum, der steht die meiste Zeit leer. Warum sollten die hier nicht reingehen?“, fragte Litke. „Die kommen hier nicht mit der Axt rein, die wollen hier vielleicht Lesungen oder gemeinsam Musik machen, aber nicht Rambazamba. Die wollen einen Kulturverein gründen und brauchen einen Raum.“

Nagel hält das Sportforum dafür jedoch für besser geeignet. „Da kommt das Gemeindebüro nicht mit, das ist einfach nur ein kalter Versammlungsraum.“ Das sieht Bürgermeisterin Susanne Strübing ähnlich.

„Dass diese Räume vollkommen ungeeignet sind, weiß jeder, der Kulturarbeit machen will.“ Aus Strübings Sicht werde es daher auch gar nicht dazu kommen, dass sich der Kulturclub das Gemeindebüro aussuchen werde.

Harald Peithmann fragte, warum der Club sich als Sparte nicht einem anderen Verein anschließt. Aus eigener Erfahrung wisse Peithmann: „Einen eigenen Verein zu gründen, ist eine große Aufgabe.“ Doch so weit sei es noch gar nicht, entgegnete Gerhard Strübing: „Die wollen doch nur in der Anlaufphase einen kostenlosen Raum haben. Das Kind muss doch erst einmal geboren werden.“

Am Ende einigten sich die Bentwischer Gemeindevertreter darauf, das an sich sehr positive Thema nicht zu zerreden. Der Tenor lautete: „Das pegelt sich schon ein.“ André Wornowski

OZ

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