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Rostock Besetztes Elisabeth-Heim: Vermittlung gescheitert
Mecklenburg Rostock Besetztes Elisabeth-Heim: Vermittlung gescheitert
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00:01 18.10.2017
Seit einer Woche ist die alte Orthopädie an der Ulmenstraße mittlerweile von linken Gruppen besetzt. Quelle: Foto: Ove Arscholl

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Im Streit um die Zukunft des alten Elisabeth-Heimes in der KTV stehen die Zeichen nun auf Konfrontation: Ein Schlichtungsgespräch zwischen dem Rostocker Studentenwerk und der Gruppe „Betty bleibt“, die seit einer Woche das Haus besetzt hat, ist gestern gescheitert. Eine Räumung des Hauses durch die Polizei wird nun immer wahrscheinlicher.

Hintergrund: Das Studentenwerk will die alte Orthopädie, die nicht unter Denkmalschutz steht, abreißen und dort 70 Wohnungen für angehende Akademiker sowie eine neue Mensa mit 400 Plätzen bauen. Eine Gruppe aus der links-alternativen Szene hingegen will das Haus erhalten und fordert, es zu einem freien Treffpunkt für Initiativen zu machen. Auch eine Bürgerinitiative kämpft für den Erhalt des Hauses – obwohl unabhängige Gutachter das Gebäude als baufällig eingestuft haben.

Seit sieben Tagen ist das Haus nun von etwa zehn Demonstranten besetzt. Gestern hatte Kai Hörig, Geschäftsführer des Studentenwerks, die Besetzer, aber auch den Ortsbeirat und Vertreter der Bürgerinitiative, zu einem Vermittlungsgespräch eingeladen. Danach zog er allerdings ein ernüchtertes Fazit: „Wir hatten angeboten, unsere Strafanzeige zurückzuziehen, wenn die Besetzer das Haus verlassen. Das haben sie nicht getan.“ Er betrachte die Vermittlung damit als gescheitert. In dem Gespräch seien viele Themen angesprochen worden: „Aber ich hatte den Eindruck, um die alte Orthopädie geht es nur am Rande. Sie ist Mittel zum Zweck.“ Hörig sei von Besetzern auch persönlich bedroht worden: „Was wir tun konnten, haben wir getan. Unsere Mittel sind erschöpft.“ Er wolle weiterhin eine friedliche Lösung, der Abriss sei aber nicht verhandelbar.

Wie es nun weitergeht – die Polizei lässt das ebenfalls offen: „Wir bleiben präsent. Mehr können wir derzeit nicht sagen“, so Polizeisprecherin Dörte Lembke am Abend. Die Junge Union in der Hansestadt fordert inzwischen bereits ein entschiedenes Eingreifen der Ordnungshüter: „Erneut zeigen linke Gruppen, dass sie nur mit Straftaten agieren können und nicht konstruktiv zur Debatte beitragen“, so Said Kdimati, der Vorsitzende der CDU-Jugendorganisation. „Rechtsfreie Räume wie in Berlin oder Hamburg dürfen unter keinen Umständen in Rostock entstehen.“ Kristina Koebe, Vorsitzende der Bürgerinitiative für den Erhalt des Heimes, zeigt im sozialen Netzwerk Facebook hingegen Verständnis für die Besetzung: Alle andere Versuche, auf die Planungen einzuwirken, hätten nichts gebracht. „Mich wundert es nicht, dass manche Menschen radikalere Mittel wählen.“ Der Initiative gehören nach eigenen Angaben zehn Personen fest an. Das Bündnis fordert eine breite, „ergebnisoffene Debatte“ über das Heim.

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