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Mecklenburg Rostock Besser Deutsch lernen und über den Tellerrand schauen
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00:00 28.08.2018
Die internationalen Studierenden tauschen sich angeregt aus. Mehrere Teilnehmer kommen aus Belgien, Litauen und Russland. FOTOS (2): PAULINE RABE
Stadtmitte

Bojana Delevic fallen mehrere Gründe ein, warum es sich lohnt, an der Interdisziplinären Sommerakademie (ISAR) der Uni Rostock teilzunehmen: „Ich habe mich vor allem deshalb angemeldet, weil ich meine Sprachkenntnisse verbessern und die deutsche Kultur näher kennenlernen möchte“, erzählt die junge Lehrerin aus Montenegro. Auch reizte sie das diesjährige Thema, die Gleichstellung der Geschlechter. Morgen endet die Sommerakademie. Hinter den 22 Teilnehmern liegen zwei Wochen voller Vorträge und Exkursionen.

22 Studierende aus Europa kamen zur Sommerakademie der Uni Rostock

„Wir haben uns bei der Planung bemüht, nicht nur die Rolle der Frau zu thematisieren“, erklärt Professorin Gabriele Linke vom Institut für Anglistik und Amerikanistik, die die wissenschaftliche Leitung übernahm. Das Angebot sollte möglichst breit gefächert sein. Und das kam an: „Besonders gut gefiel mir der Vortrag zur Männergesundheit“, sagt Rugile Moncinskaite aus Litauen. Warum Frauen länger leben, war für die Studentin zwar eine geläufige Frage, doch deren wissenschaftliche Betrachtung war ihr völlig unbekannt. „Ich fand den Vortrag zur vergleichenden Perspektive von Russland und Deutschland sehr spannend“, ergänzt Lana van Cauwenberge aus Belgien.

„Das Tolle an der Akademie ist, dass wir zu dem Input der Dozenten immer auch persönliche Erfahrungen der Studierenden aus den Ländern erhalten“, sagt Kitti Andrea Forgó aus Ungarn. Neben den Vorträgen ging es für die Teilnehmer zudem auf Exkursionen nach Schwerin, Hamburg, Berlin, Ahrenshoop und Peenemünde. Dazu kamen Veranstaltungen in Rostock, die von Sightseeing in der Innenstadt über einen Filmabend im Li.Wu bis hin zum Baden in Warnemünde reichten. „Jeder Tag war anders. Die Organisation der Akademie ist super“, schwärmt Samira Ataei aus Belgien und erhält dafür zustimmendes Nicken von den anderen Teilnehmern. Die finanzielle Unterstützung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ist hierbei sicher nicht ganz unwichtig. „Durch die Förderung entstehen nur verhältnismäßig wenige Kosten für die Teilnehmer“, erklärt Christine Bräuning vom Rostock International House.

Insgesamt hatten sich mehr als 30 internationale Studierende auf die Sommerakademie beworben. Voraussetzung war unter anderem ein bestimmtes Sprachniveau. Das macht sich im Gespräch bemerkbar: Bis auf den Akzent ist bei den meisten Teilnehmern kaum herauszuhören, dass sie keine Muttersprachler sind. Außer bei Ugnius Petrauskas ist Deutsch bei allen Bestandteil des Studiums. „Ich studiere Biochemie und versuche meine Schulkenntnisse aufrechtzuerhalten“, erzählt der 19-Jährige. Die ISAR richtet sich vor allem an fortgeschrittene Studierende der Geistes- und Sozialwissenschaften aus Europa, die sich auf ein weiterführendes Studium in Deutschland vorbereiten möchten.

„Für mich ist die Akademie aber auch eine Möglichkeit, mal in andere Fachbereiche zu schnuppern“, sagt Lana van Cauwenberge. Bisher war die 21-Jährige durch ihr Literaturstudium begrenzt. Darin finden Fragen der Politik oder Medizin keinen Platz. „Ich möchte nach meinem Master auch noch einmal etwas anderes studieren. Die Veranstaltungen helfen mir herauszufinden, wo meine Interessen liegen könnte“, ergänzt Samira Ataei. Wofür sich die Belgierin entscheidet, wird sich zeigen.

Anreise aus acht Ländern

14 Tage dauert die Interdisziplinäre Sommerakademie (ISAR) der Universität Rostock. In diesem Jahr beschäftigen sich die internationalen Studierenden mit dem Thema „geschlechter – gleich – stellung: Fragen an Kultur und Gesellschaft“. Professorin Gabriele Linke vom Institut für Anglistik und Amerikanistik übernimmt die wissenschaftliche Leitung.

22 Teilnehmer aus acht Ländern reisten für die Vorträge und Exkursionen nach Rostock. Beworben hatten sich mehr als 30.

Pauline Rabe

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