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Rostock Blitze, Donner, Paukenschläge: Klassiknacht lockt 3000 Besucher
Mecklenburg Rostock Blitze, Donner, Paukenschläge: Klassiknacht lockt 3000 Besucher
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00:01 10.06.2017
Stardirigent Nicholas Milton unterhielt das Publikum mit Spitzenmusik – und lockeren Sprüchen. FOTOS (4): OVE ARSCHOLL
Barnstorfer Wald

Der „Frühlingsstimmen“-Walzer von Johann Strauss bei Blitz und Donner, die „Summertime“-Arie von George Gershwin bei Regen: Rund 3000 Besucher haben gestern bei der 19. Klassik-Nacht im Rostocker Zoo einen besonderen Konzertabend erlebt. Mit Regencaps und Schirmen lauschten sie den Klängen der Norddeutschen Philharmonie Rostock. Stardirigent Nicholas Milton aus Australien hatte ein hochkarätiges Programm zusammengestellt – mit Klassikern und Ohrwürmern. Musicalhits von Leonard Bernstein wie „A Little Bit in Love“ aus „Wonderful Town“

Publikum bejubelt Auftritt von Stardirigent Milton und Sopranistin Göres im Zoo

oder George Gershwins „Someone to Watch Over Me“ aus „Oh, Kay“ erklangen. Auch der amerikanische Militärmarsch „Stars and Stripes Forever“ von John Philip Sousa war dabei. Und ausgerechnet als das Wetter wieder besser wurde, spielten die Musiker „Unter Donner und Blitz“ von Johann Strauss.

Zoodirektor Udo Nagel hatte sich das ganz anders ausgemalt. In seiner Eröffnungsrede spricht er von einer großen Sommerwiese, Cumulus-Wolken am blauen Himmel und dem Entschwinden in einen Sommernachtstraum. Doch genau in diesem Moment setzen Regen und Gewitter ein. Die Musiker fangen trotzdem an. Einige Besucher flüchten von ihren Plätzen, die meisten aber bleiben sitzen. Dirigent Milton will eine Pause einlegen – doch das Publikum ruft: „Weiter, weiter.“

Immer wieder brandet Applaus auf. „Wahnsinn“ und „Bravo“ rufen die Zuhörer, wenn die Berliner Sopranistin Katharina Göres ihre Stimme erhebt. „Wie mag die wohl nur bei Sonnenschein singen?“, fragt ein Mann seine Frau. Göres textet „Summertime“ spontan in „Regenzeit“ um – und fordert Zoodirektor Nagel bei strömendem Regen zum Aufstehen auf.

Für Stimmung sorgt auch Dirigent Milton, der immer wieder Sprüche klopft. „Ihr Menschen in Mecklenburg-Vorpommern seht auch mit Regenschirmen so wunderschön aus“, sagt er. Beim Publikum kommt das gut an. „Er bringt viel gute Laune mit. Das ist schön“, sagt Angelika Sühr (48) aus Schwaan. Sie und ihre Tochter Michelle (18) sind zum ersten Mal bei der Klassiknacht dabei. „Der Regen stört uns nicht.

Wir machen das Beste draus.“ Wibke (34) und René Dinse (33) sind extra aus Schleswig-Holstein zum Konzert gekommen. „Wir haben schon viel Gutes gehört. Deshalb wollten wir es endlich mal ausprobieren“, sagt René Dinse. Enttäuscht sind sie trotz des Wetters nicht. Sie haben Regenjacken und Schirme dabei.

Die Konzert-Einnahmen fließen in den Bau des Polariums, dem neuen Zuhause für Eisbären und Pinguine. Die Erlös-Summe konnte Nagel gestern noch nicht nennen. „Wir haben aber insgesamt die 100

000-Euro-Marke geknackt.“

André Wornowski

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