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Rostock Brand-Anschlag auf Bundeswehr-Auto
Mecklenburg Rostock Brand-Anschlag auf Bundeswehr-Auto
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00:00 13.03.2013
Die Feuerwehr l�scht das brennende Bundeswehr-Fahrzeug vor dem Peter-Weiss-Haus in der Doberaner Stra�e. Fotos (2): Stefan Tretropp
Kröpeliner Tor-Vorstadt

Die Serie von Autobränden im Rostocker Stadtgebiet setzt sich weiter fort. So musste die Berufsfeuerwehr in der Nacht zu gestern gleich zu zwei Einsätzen ausrücken. In der Kröpeliner Tor-Vorstadt und in Schmarl entzündeten bislang unbekannte Täter jeweils einen Wagen, darunter auch ein Fahrzeug der Bundeswehr. Die Polizei scheint bei der Suche nach den Unbekannten bislang erfolglos zu sein. Das Landeskriminalamt (LKA) eilt den lokalen Behörden zur Hilfe.

Gestern, kurz nach Mitternacht. Der Fahrer einer vorbeifahrenden Straßenbahn bemerkt in der Doberaner Straße einen am Seitenrand geparkten brennenden Wagen. Er alarmiert Polizei und Feuerwehr. Die Brandbekämpfer sind nur kurze Zeit später am Einsatzort direkt vor dem Peter-Weiss-Haus. Zu diesem Zeitpunkt steht der VW Passat, welcher der Bundeswehr gehört, im Motorraum vollständig in Flammen.

Die Feuerwehrleute können ein Übergreifen der Flammen auf das restliche Auto noch verhindern. Die Polizei ist wenig später mit zahlreichen Kräften in der Doberaner Straße, zivile Polizisten streifen die Umgebung ab. Doch Hinweise auf Täter gibt es bislang nicht. „Wir wissen es zuzuordnen, dass der Pkw-Brand direkt vor dem Peter-Weiss-Haus stattfand“, sagte Isabel Wenzel aus dem Polizeipräsidium Rostock mit Hinblick auf mögliche Täter aus der linksextremen Szene. „Wir ermitteln aber in alle Richtungen“, sagte sie.

Auch wenn ein technischer Defekt am Bundeswehrwagen zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, so stand nach der kriminaltechnischen Untersuchung fest, dass wohl von Brandstiftung ausgegangen werden muss. Im Mai 2011 zündeten Unbekannte bereits sieben Bundeswehr-Autos an.

Definitiv mutwillig setzten Täter in der Schmarler Krusenstern-Straße gegen 1.15 Uhr einen Toyota in Brand. „Der Wagen wurde im rechten hinteren Radbereich mit einem noch unbekannten Brandbeschleuniger entzündet“, sagte Polizist Peter Teichert. Entsprechende Beweise sicherte die Polizei. Das Auto brannte vollständig aus.

Eine Spur zu den Tätern gibt es bislang nicht, das LKA hat nach OZ-Informationen die Ermittlungen aufgenommen.

Letzter Anschlag 2011
Am 3. Mai 2011 zündeten Unbekannte sieben VW-Transporter der Bundeswehr an — sie brannten vollständig aus. Die Fahrzeuge standen auf dem Gelände der Dekra in der Südstadt. Der Sachschaden wurde mit 130 000 Euro beziffert. Die Ermittlungen hatte in diesem Fall das Landeskriminalamt (LKA) übernommen. Die Täter wurden jedoch nie gefunden, die Staatsanwaltschaft Rostock legte den Fall Ende 2011 zu den Akten.

Stefan Tretropp

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