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Brandschutz an Schulen: Feuerwehr probt den Ernstfall

Schmarl Brandschutz an Schulen: Feuerwehr probt den Ernstfall

Beim Projekttag an der Krusenstern-Schule wurde auch um neue Mitglieder geworben.

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Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Gro� Klein demonstrierten den F�nftkl�sslern eine Fettexplosion. Die hohe Stichflamme sorgte f�r gro�es Staunen. Fotos (3): Jens Barkhorn

Quelle: Jens Barkhorn

Schmarl. An der Krusenstern-Gesamtschule in Schmarl ist es gestern heiß hergegangen. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr aus Groß Klein begleiteten den Projekttag der 5.

Klassen, zu dem sich alles um das Thema Brandschutz drehte. Auch Nachwuchsgewinnung bei der Feuerwehr war ein Thema.

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Man macht viel für das Wohl der anderen. Das hat etwas mit Zivilcourage zu tun.“Michel Behles (14), Jugendfeuerwehr Groß Klein

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Brandschutzerzieherin Simone Melchert war zu Beginn deutlich nervös. „Hoffentlich klappt alles“, so die 41-jährige Feuerwehrfrau. Beim Probealarm brauchte sie sich aber keine Gedanken machen. Nach nicht einmal zwei Minuten waren die Klassen auf dem Schulhof versammelt, obwohl bis auf die Schulleitung niemand von dem Alarm gewusst hatte. Eine Klasse schrieb sogar eine Arbeit.

Die ideale Zeit für eine Räumung der Gebäude liege zwischen drei und vier Minuten. „Es hat keine groben Patzer geben“, freute sich Simone Melchert über die schnelle Zeit. Lediglich das Fehlen eines Schülers, der absichtlich aufgehalten wurde, wurde erst nach viereinhalb Minuten bemerkt.

Höhepunkt des Projekttages war die von der Feuerwehr demonstrierte Fettexplosion. Eine Tasse Wasser wurde in einen Topf mit heißem Fett gegossen, die daraus entstehende vier Meter hohe Stichflamme löste bei den Schülern Staunen und Entsetzen zugleich aus.

Auf genau diese Reaktion sei es angekommen, sagt Schulleiterin Cornelia Bernhardt: „Erleben ist immer besser als Nachlesen.“ Doch nicht nur die Brandschutzerziehung sei ein Aspekt des Projekttages gewesen. „Ein Hintergedanke war, dass die Feuerwehr zu Nachwuchs kommt“, so Bernhardt.

Und den können die Brandbekämpfer in der Stadt auch gut gebrauchen. Circa 70 Kinder sind derzeit in den fünf Jugendfeuerwehren aktiv. „Vor vier Jahren waren es noch knapp mehr als einhundert Kinder gewesen“, sagt Stadtwehrführer Steffen Grafe. Die Ursache dafür sieht er nicht nur im demografischen Wandel: „Das Angebot in der Stadt ist sehr groß, es gibt zum Beispiel viele Vereine.“ Früher lag das Einstiegsalter noch bei zehn Jahren, doch dann seien schon viele Kinder in Sportvereinen untergekommen.

Seit zwei Jahren gibt es die Möglichkeit Kinder bereits ab sechs Jahren aufzunehmen. „In der Rostocker Heide haben wir eine Pilotgruppe und die wird sehr gut angenommen.“ Zudem würden die Feuerwehren verstärkt Öffentlichkeitsarbeit betreiben.

Die Jugendfeuerwehr in Groß Klein ist laut Simone Melchert momentan gut ausgelastet: „Wir haben 23 Kinder, eigentlich sind wir voll.“ Dennoch stünden die Türen stets offen. „Wir brauchen trotzdem immer Nachwuchs.“

Neun Feuerwachen
Acht Feuerwehren gibt es in der Hansestadt. Davon gehören drei Wachen zur Berufsfeuerwehr, die fünf freiwilligen Feuerwehren betreiben insgesamt sechs Wachen. Die längste Geschichte haben die Brandbekämpfer in Groß Klein. Bereits 1860 wurde dort die freiwillige Feuerwehr gegründet.

Jens Barkhorn

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