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Südstadt Braucht Rostock eine neue Arena?

Leistungssportler haben Bedarf für Neubau am Bahnhof / Grüne wollen in Breitensport investieren

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Wir sind skeptisch, ob so eine Halle wirklich notwendig ist. Uwe Flachsmeyer Fraktionschef Grüne

Südstadt. Zweifel am Neubau einer Sporthalle zwischen Stadthalle und Hauptbahnhof: Nachdem der Sportausschuss-Vorsitzende Karsten Kolbe (Linke) bereits Bedenken an dem Vorhaben geäußert hat, stellt nun auch Rostocks Grünen-Fraktionschef Uwe Flachsmeyer die Idee infrage. „Wir sind skeptisch, ob so eine Halle wirklich notwendig ist. Wir brauchen eher Sportstätten für den Breiten- als für den Leistungssport“, sagt Flachsmeyer. Auch müsse deutlich mehr in Rostocks Schulen und deren Sportstätten investiert werden.

OZ-Bild

Leistungssportler haben Bedarf für Neubau am Bahnhof / Grüne wollen in Breitensport investieren

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Gutachten liegen vor

Hintergrund: Am Bahnhof soll eine Trainings- und Wettkampfhalle für Basketball, Handball und Volleyball entstehen (OZ berichtete). Die neue Sportstätte soll erst- und zweitligatauglich sein – aber auch dem Schulsport zur Verfügung stehen, antwortet Oberbürgermeisters Roland Methling (UFR) auf eine Anfrage der Grünen. Konkrete Pläne gebe es aber noch nicht. Fest steht laut Methling nur: Die Halle kann an dem Standort wirklich gebaut werden. Entsprechende technische Gutachten lägen vor. Deutschlandweit seien Referenzprojekte besucht worden – die Erkenntnisse sollen nun auf Rostock umgemünzt werden.

Sportler sehnen Halle herbei

Vor allem die Handballer vom HC Empor und die Basketballer des EBC Rostock brauchen eine neue Arena – für Wettkämpfe, aber auch fürs Training. „Wir sehnen uns mehr denn je nach einer Halle, in der unsere Bundesliga-Nachwuchsteams und unsere Zweitliga-Mannschaft, die Seawolves, qualitativ hochwertig trainieren können“, sagt EBC-Chef André Jürgens. Die vorhandenen städtischen Hallen würden den Leistungssport-Ansprüchen nicht genügen – sie seien zu klein. Nur die Ospa-Arena erfülle gerade noch die Kriterien fürs Training, sei aber größtenteils vermietet, so Jürgens.

Ospa-Arena erfüllt Norm nicht

Ähnlich ergeht es den Volleyballern vom SV Warnemünde, die gerade in die zweite Liga aufgestiegen sind. Wegen der hohen Nachfrage sei aktuell nur eine Trainingseinheit in der Ospa-Arena möglich. Und auch für die Spiele könnte es nun eng werden. „Womöglich müssen wir mit einer Ausnahmegenehmigung in die Saison gehen“, sagt SVW-Manager Frank Thiessenhusen. Denn in der Ospa-Arena fehle ein farbig abgesetztes Spielfeld auf dem Boden, so wie es die Zweitliga-Statuten vorsähen. Auch hingen die Trennwände an den Decken zu niedrig. Und die Abstände zu den Seiten seien zu knapp, zählt Thiessenhusen auf.

Trotz Abstieg weiter Hoffnung

Mit einem Schnitt von 500 Zuschauern pro Spiel reiche den Volleyballern die Ospa-Arena an sich jedoch vollkommen aus. Anders ist die Lage bei Empor und den Seawolves: Für beide ist die Ospa-Arena mit 900 Plätzen zu klein und die Stadthalle mit bald 4500 Plätzen zu groß. Während die Basketballer langfristig rund 3000 Besucher zu ihren Spielen locken wollen, wäre für die Handballer ein Fassungsvermögen von 2500 Zuschauern ideal. Trotz des Abstiegs in die dritte Liga hofft Empor auf eine neue Halle. „Wir wollen wieder aufsteigen, brauchen dafür entsprechende Bedingungen“, sagt HCE-Vorstandschef Jens Gienapp.

Andere sollen auch profitieren

Doch auch andere Sportvereine sollen von der Halle profitieren, sagt OB Methling. Laut Sportstättenentwicklungsplan wachse der Bedarf an Sportflächen, die jahreszeitunabhängig sind, permanent – und dabei sei noch nicht einmal der Einwohnerzuwachs in den kommenden Jahren berücksichtigt. „Insbesondere im Bereich des Ortsamtes Mitte findet der größte Einwohnerzuwachs statt. Die Hallenkapazitäten reichen hier bereits heute nicht aus“, so der Oberbürgermeister. Der Neubau der Sporthalle würde immerhin für ein Entlastung sorgen, wenn auch nicht für eine komplette Lösung des Problems.

Unklare Finanzierung

Völlig unklar ist aus Sicht von Grünen-Fraktionschef Flachsmeyer noch das Finanzierungskonzept. Die Stadtverwaltung sagt, mit verschiedenen Partnern gesprochen zu haben. Ein potentieller Kandidat sei zum Beispiel die Ostsee- Sparkasse. Demnächst soll hier eine Entscheidung fallen, „so dass eine Umsetzung bereits im Jubiläumsjahr 2018 erfolgen könnte“, sagt OB Methling.

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2500 Besucher sollen in der neuen Sportarena Platz haben, so die Idee.

Daneben soll ein

Parkhaus mit rund 1000 Stellplätzen entstehen. Inzwischen liegen laut Stadtverwaltung auch Gutachten vor, die belegen, dass eine Bebauung in dieser

Größenordnung auf

der Baufläche zwischen Bahnhof, Südring und Platz der Freundschaft möglich wäre.

Ein zweites Parkhaus soll hinter der

Stadthalle an der Erich-Schlesinger-

Straße gebaut werden. Mehrere Hundert

Stellplätze soll es hier geben. Hintergrund ist unter anderem, dass die Stadthalle gerade um 650 auf 6600 Plätze

erweitert wird.

André Wornowski

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