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Brinckmansdorf bekommt Spielhalle

Brinckmansdorf Brinckmansdorf bekommt Spielhalle

Baupläne sorgen für Diskussionen / Ortsbeirat sieht keine Möglichkeit, Vorhaben zu stoppen / Droht Sicherheitsproblem?

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Auf dieser Fläche an der Timmermannsstrat soll die Spielhalle entstehen. Im Hintergrund ist der Aldi zu sehen.

Quelle: Foto: Ove Arscholl

Brinckmansdorf. Die Pläne für eine neue Spielhalle im Gewerbepark Brinckmansdorf sorgen für Diskussionen. Anwohner kritisierten auf der vergangenen Ortsbeiratssitzung das Vorhaben: „Meine Frage ist: Brauchen wir so etwas? Eine Halle mit Geldautomaten, wo wir die Spielsucht nicht in den Griff bekommen. Eine Schwimmhalle wäre besser“, sagte eine Frau.

Der Ortsbeirat sieht jedoch keine Handhabe: „Das wird nicht allen schmecken. Aber wir müssen es von der rechtlichen Seite betrachten: Es ist ein Baugebiet und dort ist laut Bebauungsplan die Errichtung so einer Halle möglich. Das ist auch vom Amt überprüft worden. Es gibt keine Möglichkeit, es zu verbieten“, sagt Ortsbeiratschef Karl Scheube (SPD). Anders als andere Stadtteile sei Brinckmansdorf bisher von solchen Angeboten verschont geblieben. „In Warnemünde gibt es das zum Beispiel schon länger“, so Scheube.

Die 150 Quadratmeter große Spielhalle soll an der Timmermannsstrat gegenüber von Klöpferholz entstehen. „Zwölf Spielgeräte mit jeweils zwei Plätzen sollen eingerichtet werden. Hinzu kommen Toiletten und ein Tresen“, sagt Ortsbeiratsmitglied Klaus Költzsch (UFR). Er hat sich gemeinsam mit Roger Schmidt (AfD) den Bauantrag angeschaut. Aus diesem gehe auch hervor, dass 17 Parkplätze auf dem insgesamt 1000 Quadratmeter großen Grundstück geschaffen werden sollen.

„Da die Fläche versiegelt wird, wäre es gut, wenn der Bauherr für eine Begrünung durch Sträucher oder Bäume sorgt“, sagt Költzsch. Schmidt stimmt zu: „Die Halle ist relativ fensterlos und entsprechend nicht schön.“ Doch auch in diesem Punkt habe der Ortsbeirat keinen Spielraum, einzugreifen, teilt Ortsamtsleiterin Stephanie Bornstein mit.„Der Bauherr ist dazu nicht verpflichtet. Es wäre eine freiwillige Leistung von ihm“, so Bornstein.

Scheube sieht zudem ein Sicherheitsproblem: „Automaten werden ja auch mal geknackt. Sollte es während des Betriebes zu rapiden Störungen kommen, werden wir das auf unsere Tagesordnung holen.“

Wochentags soll die Spielhalle bis zwei Uhr und am Wochenende bis sechs Uhr geöffnet sein.

Die Mehrheit der Ortsbeiratsmitglieder hat dem Bau der Halle trotzdem zugestimmt. „Neuere Spielhallen bestehen nicht nur aus Automaten. In vielen Hallen gibt es auch Billard oder Darts. Das wird keine Spielhalle, bei der wir davon ausgehen müssen, dass unser Wohngebiet verrucht wird“, sagt Marco Döbel (CDU). Jörg Siebold (Grüne) hingegen fragt: „Wir haben schon mal eine Spielhalle abgelehnt.

Aus moralischen Gründen. Weil wir sie nicht brauchen. Was hat sich daran geändert?“

A.Wornowski

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