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Rostock Buchmesse wird für Lena Kiy zur Startlinie
Mecklenburg Rostock Buchmesse wird für Lena Kiy zur Startlinie
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00:23 08.03.2018
Warnemünde

Für Bücherfreunde und Autoren steht jetzt ein großer Termin bevor: die Leipziger Buchmesse, die am 15. März beginnt. Als Autorin ist auch Lena Kiy mit von der Partie. Die junge Warnemünderin, die unter ihrem Künstlernamen Tokihara arbeitet, hat ihren Roman „Cosmica“ im September beendet und versucht seither. ihr Werk im Selbstverlag zu vermarkten. Das ist alles andere als einfach – und die 21-Jährige lernte jetzt, wie es hinter den Kulissen der Verlagsbranche läuft und hat sich über ihren Auftritt schon ihre Gedanken gemacht.

Vater Achim und Tochter Lena Kiy bereiten sich auf die Leipziger Buchmesse vor. Um den Fantasy-Roman Cosmica bekannt zu machen, reist die ganze Familie nach Sachsen – in speziellen T-Shirts. Quelle: Foto: Michael Schissler

„Auf jeden Fall muss man den Leuten etwas geben können, um sie auf mein Buch aufmerksam zu machen“, sagt Lena Kiy, die im Moment mehr ihre Managerin ist als die Autorin ihres Buches. „Dazu habe ich Luftballons machen lassen mit dem Titel meines Buches und es gibt kleine Leseproben“, sagt die Autorin. 100 Luftballons will sie verteilen, „aber ich bin mir nicht so sicher, ob ich die alle loswerde“. So ist das eben vor dem ersten öffentlichen Auftritt: Sicher ist nichts. Aber das Geld ist erst einmal weg. Immerhin 100 Euro haben die Ballons gekostet.

Dafür war die Erfahrung mit den Organisatoren der Buchmesse aber gut: „Die sind alle sehr nett da.“ Lena hat nun ihren Stand in Halle 5, „das ist der Stand einerAutorengemeinschaft mit einer Leseinsel“, sagt sie, bezahlen muss sie dafür während der Tage vom 15. bis zum 18. März 400 Euro. Damit hat sie noch Glück gehabt: „Bei der Frankfurter Buchmesse ist das viel teurer.“

An ihrem Messestand in Leipzig wird sie dann etwas tun, was sie bislang, seit sie im September ihr Buch vorgestellt hat, noch nicht getan hat. „Ich werde öffentlich lesen“, freut sich Lena: „Im Moment stelle ich mir das alles sehr spannend vor.“ Gespannt ist aber nicht allein die Autorin, sondern auch ihre ganze Familie. Steffi und Achim Kiy unterstützen ihre Tochter beim Messeauftritt und reisen mit nach Leipzig. „Wir haben eine preiswerte Pension in der Nähe von Leipzig gefunden“, sagt Achim Kiy – und dazu haben er und seine Frau von der Autorin Messe-T-Shirts bekommen, um auf das Werk „Cosmica“ hinzuweisen. Für die große Werbebegleitung haben die Eltern aber noch mehr getan: Sie haben sich Urlaub genommen.

Vorarbeit ist von Vater Achim für seine schreibende Tochter auch schon geleistet worden: „Das Buch wird in Leipziger Buchhandlungen zu kaufen sein.“ Mittlerweile ist Achim Kiy auch in der Region von Buchladen zu Buchladen gereist und hat die Händler direkt angesprochen. „In Wismar, Greifswald, Rostock und in Warnemünde gibt es ,Cosmica’ schon“, sagt er. Aber einfach sei das Geschäft nicht, ein Buch ohne Verlag zu verkaufen, sagt Achim Kiy. Mit den Büchern gehe seine Tochter in Vorkasse. „Geld gibt es erst, wenn die Exemplare auch verkauft sind.“

Das soll alles nach der Messe besser werden. Tokihara freut sich jetzt erst einmal auf ihren Auftritt und auf die neue Kundschaft. „Am Donnerstag“, so erzählt sie, „ist der Tag der Schulklassen.“ Das könnten dann genau die Leser sein, die sich für einen Fantasy-Roman interessieren, in dem sich die Handlung um einen jungen Mann und eine junge Frau entwickelt, die ihr Land Cosmica gegen die Uniformität verteidigen wollen. Ein solches Werk kann kaum besser als im Selbstverlag aufgehoben sein.

Michael Schißler

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