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Rostock Buddelspaß beim Burgenbau
Mecklenburg Rostock Buddelspaß beim Burgenbau
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00:00 08.05.2017
Leroy Nestroy (32) baut mit den Kindern Arthur (6), Alexandra (7) und Anna (3, v.r.) eine imposante Burg am Strand. Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Aus Sand gebaut und auf Sand gebaut: Am Sonnabend startete der Verband Mecklenburgischer Ostseebäder seinen Strandburgenbauwettbewerb. In der Region beteiligten sich die Tourismus- und Kurgesellschaft (TuK) in Graal-Müritz und das Strandresort Markgrafenheide.

Beim Wettbewerb am Strand von Graal-Müritz und Markgrafenheide waren viele Mannschaften dabei

Damit alles korrekt zuging, registrierte Doris Rosengarten von der TuK jedes Team. Insgesamt traten in Graal-Müritz elf Mannschaften zum Wettbewerb an, in Markgrafenheide waren es neun. „Erlaubt ist alles, was umweltfreundlich ist“, erläuterte Doris Rosengarten den Teilnehmern und wies vorsorglich darauf hin, „dass der Einsatz von Radlader nicht möglich ist.“ So blieb den Buddellustigen nichts anderes übrig, als die Spieleimer und -schaufeln entgegenzunehmen und sich rechtzeitig zur Eröffnung des Wettbewerbs am Strand einzufinden.

Dort begrüßte Bernd Kuntze, Geschäftsführer der Tourismus- und Kurgesellschaft, die Gäste und die Mannschaften: „Mit diesem Wettbewerb eröffnen wir in Graal-Müritz unsere Saison.“ Das Ostseeheilbad ist mittlerweile zum vierten Male dabei. „Für den Saisonauftakt ist es das absolut Richtige“, freute sich der Touristiker. „Mit dieser Veranstaltung sprechen wir unsere Badegäste ebenso an wie die Einheimischen“, sagte Kuntze. Gerade darauf komme es in einer touristisch geprägten Gemeinde auch an. Und: „Mir macht dieser Wettbewerb jedes Jahr aufs neue Spaß.“

Spaß suchte das Team Kamone aus Tessin, das unter dem Motto „Nicht schön, aber selten“ eine kleine Stadt auf einem Berg als Strandburg bauen wollte. Rachel Bauer wies es weit von sich, solche Sandkunst am Tessiner Südsee umsetzen zu können: „Der Sandburgenbau macht in Graal-Müritz viel mehr Spaß.“

Mit „wenig Planung“, viel Freude und seinen drei Kindern ging Leroy Nestroy zu Werke. „Wir wissen nur, dass es eine klassische Burg werden soll“, sagte der Vater, der sich derzeit mit seinen Kindern zu einer Papa-Kind-Kur in Graal-Müritz aufhält. Ihr Burgbau belegte den dritten Platz.

Auch diese Burg wird dem Blick der Graal-Müritzer Pastorin Tatjana Pfendt nicht entgangen sein. Sie gehörte der Jury an. „Ich bewerte den Teamgeist“, sagte sie, „und sehe mir an, wie alle zusammenarbeiten.“ Um zu einem gerechten Urteil zu kommen, waren schon einige Gängen zwischen den Bauplätzen von jeweils 25 Quadratmeter Fläche notwendig.

Einen solchen Bauplatz hatte auch die Mannschaft „Buddler vor dem Herrn“ der Lukaskirche belegt. Gebaut wurde eine Arche Noah aus Sand, dafür brachten die Kirchenmitglieder auch Schalbretter mit.

Damit waren sie auch ein bisschen Statiker vor dem Herrn.

Nicht mit Schalbrettern, aber mit vielen Tipps zur Statik von seinem Vater, einem Maurer, war Markus Pietsch aus Graal-Müritz mit seiner Familie gekommen. Gebaut werden sollte eine Wasserburg, „aber nun haben wir schon Angst vor den Wellen. Hoffentlich hält die Burg bis die Jury kommt“. Sie hielt: zweiter Platz.

Die Gruppe „Käpt’n Würgegriff und seine Piratenfrau“ – verwunderlicherweise eine reine Damentruppe, nämlich Mutter Kathleen Kießling und Tochter Rosalie, formten eine Krake, die als Pirat verkleidet werden sollte. Rosalie hatte schon als Fünfjährige am Strandburgenbauwettbewerb 2016 teilgenommen – und den Kreativpreis gewonnen. So einen Erfolg wollte sie wohl gern wiederholen. Leider wurde die junge Dame gar nicht bedacht. Den ersten Platz holte sich Frank Elsner aus Neuenhagen, der mit seiner Familie ein Pferd aus dem Sand formte. Strandburgen entstanden am Sonnabend auch vor Markgrafenheide. Dort hatte das Strandresort Markgrafenheide Einheimische und Touristen eingeladen. „Wir sind zum ersten Mal dabei“, sagte Lisa Harder von der Marketingabteilung des Strandresorts, „und können uns gleich zu Beginn über neun Mannschaften mit insgesamt 50 Teilnehmern freuen.“ Mit dem Wettbewerb hat auch das Strandresort seine Saison am Wasser eröffnet. Die Teilnehmer kamen aus dem Harz und aus Berlin, auch die Kinder- und die Jugendabteilung der Feuerwehr Heide sicherten sich Plätze, um ihre Strandburgen zu bauen.

Michael Schißler

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