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Bühne 207: Sommertheater mit rostigem Charme

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Bühne 207: Sommertheater mit rostigem Charme

Drei Premieren im Sommer / Bühnenbildner Olaf Grambow leitet Projekt

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Theater und maritimes Flair: Bühnenbildner Olaf Grambow zeigt in der Halle 207 seinen Bühnenentwurf für „La Signora Doria“.

Quelle: Foto: Ove Arscholl

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Es ist nicht das erste Mal, dass das Rostocker Volkstheater Glanz in den alten Industriebau auf der Neptunwerft bringt. Vor fünf Jahren wurde die Halle 207 schon einmal bespielt – jetzt kommt das Theater zurück an das Warnowufer. Gleich drei Stücke werden in einem Monat dort Premiere feiern. Die Ausstattung von „La Signora Doria“, „Rock ’n’ Rostock“ und „Moby Dick“ ist ein Mammutprojekt – und damit gerade richtig für Bühnenbildner Olaf Grambow.

Seit 2003 ist Grambow Technischer Direktor am Deutschen Theater in Berlin. Seine Expertise hat er durch die jahrelange Erfahrung als Requisiteur, Theatermeister und Bühnentechniker. Einst lernte Grambow in Rostock den Beruf Zimmermann und legte damit den Grundstein seiner Karriere. Für ein besonderes Projekt ist der gebürtige Rostocker nun zu seinen Wurzeln zurückgekehrt – und für die Ausstattung der Halle zum Volkstheatersommer 2017 verantwortlich. Dabei verfolgt er eigentlich drei Projekte an einem Ort, denn jede Inszenierung hat andere Bedürfnisse. „Nachdem ich die Stücke gelesen habe, musste ich das Team kennenlernen. Wir haben uns schnell eingespielt, sprechen die gleiche Sprache“, so Grambow. Mit diesem Team meint er die Regisseure Rainer Holzapfel (La Signora Doria) und Stephan Thiel (Moby Dick) sowie die Dramaturgin Julia Heinrichs (Rock ’n’ Rostock). Zusammen entwickelten sie die Bühnenkonzepte der grundsätzlich verschiedenen Inszenierungen. Dass das eine Herausforderung ist, weiß auch Schauspieldirektor und stellvertretender Intendant Ralph Reichel. „Wir wussten, dass diese Ideen im Kopf eines erfahrenen Bühnenbildners entstehen müssen. Mit Olaf Grambow haben wir den optimalen Mann gefunden“, so Reichel.

Bisher kann erst erahnt werden, dass die Halle 207 in vier Wochen über 700 Sitzplätze auf einer ansteigenden Tribüne und gewaltige Bühnenbilder verfügen wird. In der Darbietung „La Signora Doria“

werde die Interaktion von Orchester und Schauspiel großgeschrieben. „Von der Tribüne wird man wunderbar auf das Geschehen blicken können“, verspricht Regisseur Holzapfel. Das Tanzstück „Rock ’n’

Rostock“ werde mit Musik von Queen und Bruce Springsteen Träume und Sehnsüchte auf das Parkett bringen. Stephan Thiel führt die Regie von „Moby Dick“. Er gestaltet eine kindgerechte Abenteuergeschichte mit drei Musikern und drei Schauspielern, die aber ernste Themen nicht ausspart. „Wir setzen auf sehr viel Musik und Minimalismus“, erklärt Regisseur Thiel.

Im Januar habe Grambow von dem Projekt gehört und direkt mit der Arbeit begonnen. „Alles, was auf der Bühne immer so leicht aussieht, ist eine monatelange Leistung. Das Volkstheater hat wesentlich dazu beigetragen, dass ein tolles Sommerprogramm entstanden ist“, sagt Grambow. Noch sind die Bühnenbilder im Rohbau. Am Ende solle sich alles in den Raum einpassen und die Ästhetik der Halle aufnehmen. „Es so aussehen zu lassen, als müsste es hier schon immer gestanden haben“, erklärt der Bühnenbildner sein Ziel.

Ob Opernkrimi, Tanzstück oder Kinderinszenierung: Wer sich ein eigenes Bild von der Transformation der rostigen Werfthalle in ein glamouröses Theater machen möchte, sollte aus 47 Sommer-Veranstaltungen fündig werden.

Volkstheatersommer 2017

47 Vorstellungen verteilen sich auf sieben Wochen.

Die erste Premiere ist „La Signora Doria“ am 10. Juni, 19.30 Uhr.

700 Sitzplätze entstehen in der Bühne 207. Für die Kindervorstellung „Moby Dick“ sind es ungefähr 270 Plätze.

Der Klang in der Halle verschafft eine einzigartige Akustik.

Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Inhaber einer NDR-Kulturkarte erhalten 10% Ermäßigung im Vorverkauf und an der Abendkasse.

Lea-Marie Kenzler

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