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Rostock Bürgerschaft entscheidet über Buga-Bewerbung
Mecklenburg Rostock Bürgerschaft entscheidet über Buga-Bewerbung
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20:53 11.05.2018
So könnte die Bebauung des Christinenhafens inklusive der Brücke über die Warnow aussehen. Quelle: Sinai – Gesellschaft von Landschaftsarchitekten Mbh
Rostock

Es geht um ein Paket von 113 Millionen Euro für die Stadtentwicklung. Am Mittwoch entscheidet Rostocks Bürgerschaft über die Bewerbung um die Bundesgartenschau (Buga) im Jahr 2025. Alle Fraktionen sehen die Pläne für das Warnowufer positiv. Skeptiker warnen, dass andere Vorhaben wegfallen könnten.

Grundsätzlich sehen alle Fraktionen eine Entwicklung an der Warnow positiv. „Rostock hat die einmalige Chance, ein Stadtzentrum an zwei Ufern als Wohnzimmer für alle zu gestalten“, wirbt Sybille Bachmann (Rostocker Bund). Eine Zustimmung sollte nicht in Frage gestellt werden. „Wir befürworten die Bewerbung“, erklärt der  Fraktionsvorsitzende Daniel Peters.  Mehrheitlich werden die Bündnisgrünen zustimmen, kündigt Fraktionschef Uwe Flachsmeyer an. „Es ist ein tolles grünes Konzept. Wünschenswerte Projekte sind in einem kurzen Zeitraum umsetzbar, was sonst Jahre dauern würde.“

Die größte Buga-Skepsis äußern Linke und SPD. Beide Fraktionen haben sich für die Abstimmung noch nicht festgelegt. „Das fängt beim Strand an der Warnow an und geht bis zur Finanzierung“, spricht Fraktionsvize Thoralf Sens von vielen Kritikpunkten. Wichtig für ihn, dass die Buga nicht die Entwicklung des Iga-Parks in Schmarl bremst. Ähnliche Ansichten äußert auch Eva-Maria Kröger als. „Bei uns sind die Bedenken schon zu spüren“, sagt die Vorsitzende für ihre Fraktionskollegen bei den Linken.

„Die Frage ist nicht, wofür wir den Arm heben, sondern wogegen.“ Bisher habe niemand aus dem Rathaus erklärt, welche geplanten Vorhaben unter Umständen wegen der Buga verschoben werden müssten, so Eva-Maria Kröger. Einig sind sich alle Fraktionen, dass das Konzept ohne Förderung des Landes nicht ausfgeht.

82 Seiten stark ist das Papier der Stadt zur Entwicklung des Areal rund um die Warnow. Auf einer ehemaligen Deponie im Osten der Warnow planen die Macher einen Sport- und Freizeitpark – inklusive Open- Air-Bühne mit Blick auf die Silhouette Rostocks. Sportanlagen sind dort geplant, eine Freiluft-Arena, Gärten und ein Stadtstrand. In dem Park soll auch der größte Teil der Blumen- Schauen zur Buga stattfinden. Die meistbefahrene Straße des Landes, die L 22, soll am Stadthafen unter einem Deckel verschwinden. Eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer soll Gehlsdorf mit der Innenstadt verbinden. Am Christinenhafen will die Stadt eine Markthalle und Spielplätze bauen lassen. Ein Industriegebiet am Osthafen wird verschwinden – und stattdessen zum Wohn- und Technologie-Zentrum.

Niebuhr Thomas

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