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Rostock Buga-Pläne: Gartenschau als Job-Motor?
Mecklenburg Rostock Buga-Pläne: Gartenschau als Job-Motor?
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16:04 28.04.2018
Mehr Platz zum Verweilen, mehr Platz im Grünen: Der gesamte Uferbereich am Strande wird für die geplante Bundesgartenschau 2025 in Rostock umgestaltet. Quelle: Sinai – Gesellschaft von Landschaftsarchitekten Mbh
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Rostock

Mehr als 113 Millionen Euro will Rostock – unterstützt von EU, Bund und Land – in die Ausrichtung der Bundesgartenschau 2025 und die komplette Umgestaltung des Stadthafens ausgeben. Aus Sicht von Buga-Koordinator Matthias Horn ist das aber gut angelegtes Geld: „Denn mit jedem Euro, den wir aus der Stadtkasse für das Projekt zahlen, werden wir sieben Euro an privaten Investitionen auslösen.“ Im Klartext: Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass der neue Stadthafen auch einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung auslösen wird. „Es gibt erst Schätzungen, die davon ausgehen, dass Bauherren und Unternehmen weitere 350 Millionen Euro rund um die Warnow investieren werden – in Wohnungen, in Hotels, in Firmen und somit in Arbeitsplätze für Rostock.“

Die Bewerbung um die Bundesgartenschau 2025 – sie soll auch Rostocks Wirtschaft kräftig ankurbeln: Die Stadt rechnet damit, dass Unternehmen bis zu 350 Millionen Euro rund um den neuen Stadthafen investieren werden - in Hotels, Wohnungen und Firmen.

Christinenhafen wird Rostocks neue Mitte

Fast die Hälfte der gesamten öffentlichen Investitionen wollen die Planer des Berliner Büros Sinai am Fuße der Altstadt verbauen – zwischen der Headge- und der Holzhalbinsel. Heute wird dieser Teil des Hafens kaum genutzt. Und wenn als Parkplatz. Künftig wird die Fläche an der Warnow so etwas wie die neue Mitte Rostocks: Vom Christinenhafen aus soll eine Klappbrücke für Fußgänger und Radler auf das andere Ufer – nach Gehlsdorf und zum ebenfalls geplanten Stadt-Strand (die OZ berichtete) – führen. 17 Millionen Euro sind für die neue Wasser-Querung vorgesehen. Zur Buga 2025 sind auf und unter der Brücke Ausstellungen und Licht-Inszenierungen geplant.Und damit die Rostocker nicht wie bisher am Hafen an Ampeln stehen müssen, um die meist befahrene Straße des Landes queren und über die Schnickmannstraße in die historische Altstadt gelangen zu können, wird die L 22 überhaupt. Auf rund 30 Metern Breite erhält die Straße einen Deckel. „Dieser unmittelbarer Zugang zwischen Stadthafen und Innenstadt ist absolut notwendig“, sagt Matthias Horn, Buga-Koordinator im Rostocker Rathaus. „Wir schaffen einen neuen fantastischen Platz in Rostock.“ Allerdings kostet der 18,1 Millionen Euro. Ursprünglich sollte das Plateau 200 Meter breit werden, so Vize-Oberbürgermeister Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD). „Aber das hätte die Kosten explodieren lassen.“

Kultur pur an der Warnow

Rund um dieses Plateau wird auch das neue kulturelle Herz der Hansestadt entstehen: Südlich der Straße will die Stadt das neue 102 Millionen Euro teure Volkstheater bauen – im Idealfall auch bis zur Buga 2025. Nördlich der neuen L 22-Querung baut zunächst mal das Land: Rund 60 Millionen Euro (auch diese Summe ist in die Buga-Kosten noch nicht eingerechnet) wird das neue Archäologische Landesmuseum samt Spielplatz am Wasser kosten. Müller-von Wrycz Rekowski spricht von „kulturellen Gravitationszentrum Rostocks“.Rostock selbst will 15,2 Millionen Euro verbauen – zum Beispiel in neue Grünanlagen und Wiese, in neue Treppen ans Wasser und eine neue Markthalle. Buga-Koordinator Horn: „Die Markthalle soll bei der Gartenschau als Blumenhalle genutzt werden. Die Nachnutzung ist gemischter Natur: Events, Theater und Konzerte können dort stattfinden, klassische Märkte mit heimischen Produkten und Leckereien. Aber: Die Halle soll auch als Hansesail-Center und als Terminal für kleine Kreuzfahrtschiffe im Stadthafen genutzt werden.“

Andreas Meyer

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