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Rostock Buga-Pläne: Neues Hightech-Viertel am Osthafen
Mecklenburg Rostock Buga-Pläne: Neues Hightech-Viertel am Osthafen
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09:53 05.05.2018
Ein neues Viertel mit eigener grüner Lunge: Die Planer nennen das neue Quartier am Ostufer des Flusses den „Warnow-Campus“ . Quelle: Sinai – Gesellschaft von Landschaftsarchitekten Mbh
Rostock

Stimmt am 16. Mai auch die Bürgerschaft den Plänen für den neuen Stadthafen zu, wird sich sich vor allem am Ostufer der Warnow eine Menge verändern: Bisher ist der so genannte Osthafen – das Areal zwischen der Warnow und dem Dierkower Damm – alles andere als ein Vorzeigeviertel Rostocks: Der international tätige Konzern Veolia hat dort eine Niederlassung, sammelt und verwertet Pfandflaschen. Auch der Hansestadt selbst gehört Land in dem Bereich – der Bauhof. „Aus dem Industrie-Areal wollen wir ein modernes Wohn- und Gewerbegebiet machen“, sagt Matthias Horn, Buga- Koordinator im Rathaus. Planer Bernhard Schwarz vom Berliner Büro Sinai beschreibt es so: Auf dem neun Hektar großen Areal will Rostock unterschiedlichste Wohnformen ermöglichen – Eigentumswohnungen, Appartments zur Miete, Räume für Wohngemeinschaften und vieles mehr.

Standort für Start-Ups

Gleichzeitig sollen aber auch Unternehmen in auf den so genannten „Warnow-Campus“ ziehen. „Wir denken an junge Firmen – Entwickler und Planer etwa, aber auch Werkstätten oder Einrichtungen der Universität.“ Firmen und Bewohner gruppieren sich um eine grüne Mitte am Wasser. „Wir empfehlen der Stadt, über Hausboote an der Stelle nachzudenken.“ Ob die Werkshallen von Veolia – der Betrieb soll umziehen – abgerissen werden, sei noch offen: Zur Buga 2025 könnten sie als Blumenhallen genutzt werden, danach als „Start-Up-Center“. Als Ort, an dem Gründer gemeinsam an Ideen und ihren eigenen Unternehmen tüfteln.

Vize-OB: „Einmalige Chance“

Vize-Oberbürgermeister Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD) und auch Bausenator Holger Matthäus (Grüne) warben energisch für die Projekte rund um die Warnow: „Der Stadthafen seit elendig aus, wie vor 30 Jahren. Als ob der Zaun gerade abgebaut worden wäre“, so Matthäus. Müller-von Wrycz Rekowski sprach von einem „sensationellen Konzept“ – und einer einmaligen Chance: „Die Millionen-Förderung des Landes gibt es nur für das Gesamtkonzept. Niemand bezahlt uns einfach so eine Brücke oder gibt uns 20 Millionen Euro für einen hässlichen Parkplatz am Wasser. Die Buga ist die einzige Möglichkeit den Stadthafen als Ganzes zu entwickeln.“ Wenn die Bürgerschaft „Nein“ sage, sei die Entwicklung des Stadthafens „tot“.

Der Finanzsenator weiter: „Wir können uns die Buga leisten – ein neues Theater, den neuen Kreuzfahrthafen und vieles mehr. Aber es hat auch bisher niemand gesagt, dass wir das alles zeitgleich umsetzen. Das würde nicht nur um Geld scheitern, sondern auch daran, dass wir am Markt nicht genügend Firmen bekommen würden.“ Die Entwicklung des Stadthafens werde „ein Konjunkturpaket von einer halben Milliarde Euro“ für Rostock: Die Stadt rechnet damit, dass private Unternehmer weitere 350 Millionen Euro investieren – in Wohnungen, Firmen, Hotels.

Andreas Meyer

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