Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
Bundestag will Rostocker Schleuse erhalten

Rostock Bundestag will Rostocker Schleuse erhalten

Petitionsausschuss fordert Lösung am Mühlendamm / Studie in Arbeit

Voriger Artikel
Lärm der Straße bleibt größtes Problem
Nächster Artikel
Polizeitaucher finden Auto im Fischereihafen-Becken

Dichtes Gedränge an der Mühlendammschleuse in Rostock: Die Bundestagsabgeordneten Peter Stein (v. l.), Kerstin Kassner und Gero Storjohann informierten sich über das Bauwerk.

Quelle: Foto: Ove Arscholl

Rostock. Die Chancen auf Rettung der historischen Mühlendammschleuse in Rostock sind deutlich gestiegen: Der Petitionsausschuss des Bundestages in Berlin hat sich gestern nach einem Vor-Ort-Termin für den Erhalt des Wasser- Bauwerks an der Warnow ausgesprochen. „Die Schleuse gehört zu einem schönen Ensemble, das wir für erhaltenswert halten“, erklärt Gero Storjohann, CDU-Abgeordneter aus Schleswig-Holstein und Vize-Chef des Ausschusses. Der Bundestag fordert Stadt, Land sowie das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) auf, eine Lösung zu finden.

Hintergrund: Das WSA will die Schleuse aufgeben, weil sie für die Schifffahrt keine Bedeutung mehr habe und die angeblich bis zu vier Millionen Euro teure Sanierung nicht zu rechtfertigen wäre. Damit Wassersportler dennoch den Mühlendamm queren können, will das Amt stattdessen eine sogenannte Bootsschlepp-Anlage bauen. Doch das stößt auf Widerstand: Seit Jahren kämpft die Initiative „Rettet die Mühlendammschleuse“ für den Erhalt, hatte dafür 11000 Unterschriften gesammelt. Auch den Bundestag hatten die Schleusen-

Retter eingeschaltet.

Und das Parlament macht Druck: „Wir haben uns überzeugt, wie wichtig die Schleuse für viele Rostocker ist“, sagt Kerstin Kassner (Linke), Bundestagsabgeordnete von Rügen. „Dieses Zeugnis der technischen Geschichte muss erhalten bleiben.“ Die Stadt und das Land zur Rettung zwingen kann der Petitionsausschuss aber nicht: „Aber wir können die Beteiligten an den Tisch holen. Das ist uns gelungen.“ Der Termin der Abgeordneten war gestern von rund 200 Schleusen-Freunden begleitet worden. Sie forderten lautstark: „Macht die Schleuse auf“.

Tatsächlich kommt Bewegung in das Thema: Stadt und Land haben für 100000 Euro beim Planungsbüro Inros Lackner eine Machbarkeitsstudie für eine mögliche künftige Nutzung in Auftrag gegeben. Bausenator Holger Matthäus (Grüne): „Die Studie soll Wege aufzeigen, wie wir die Schleuse touristisch nutzen und die Warnow wieder schiffbar machen können.“ Ergebnisse sollen im Herbst vorliegen.

Der Bund hat bereits zugesagt, die Hälfte der Sanierungskosten zu zahlen – wenn die Stadt die Schleuse übernimmt. „Aber selbst die Hälfte von vier Millionen Euro ist zu viel“, betont Finanzsenator Chris Müller (SPD). Detlef Krause, Sprecher der Schleusen-Retter, jedoch sagt, eine Sanierung würde nur 2,4 Millionen Euro kosten. Und es ginge sogar noch billiger – mit einer Selbstbedienungs-Schleuse. „Die Sportler müssen die Tore dann von Hand und allein öffnen.“

Andreas Meyer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Stralsund
Die Volkswerft Stralsund feiert 1978 ihren 30. Geburtstag. Während der Auszeichnung von Werftarbeitern findet Fotoreporter Harry Hardenberg einen ungewöhnlichen Blickwinkel.

Mit Gespür für den Moment schoss der Stralsunder Fotografen Harry Hardenberg einzigartige Bilder

mehr
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Sei ein Hanseat! Mitmachen beim Hansetag

Aufruf der Stadtverwaltung / Privatquartiere für Fotokünstler gesucht / Vereine können Festumzug mitgestalten