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Rostock CDU und Linke fordern Anschluss für Groß Klein
Mecklenburg Rostock CDU und Linke fordern Anschluss für Groß Klein
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18:51 28.08.2018
Auf Höhe Lichtenhagen könnte die neue Auf- und Abfahrt zur Stadtautobahn entstehen. Quelle: Ove Arscholl
Rostock

Gerade mal 150 Meter Luftlinie sind es von Groß Klein bis zur Stadtautobahn. Und doch ist der Stadtteil von der schnellen Nord-Süd-Verbindung abgekoppelt. Nach Groß Klein geht es nur auf Umwegen. Bisher jedenfalls: CDU und Linke wollen jetzt aber prüfen lassen, ob das Viertel nicht doch eine eigene Anschlussstelle an die Stadtautobahn braucht. Die neue Auf- und Abfahrt könnte in Höhe Lichtenhagen entstehen. Im Bauausschuss wurde die Idee der Bürgerschaftsmitglieder Helge Bothur (Linke) und Dieter Neßelmann (CDU) am Dienstag erstmals diskutiert. Von den Grünen kommt bereits Protest.

Eine Abfahrt, viele Vorteile

Eine eigene Anschlussstelle für Groß Klein – baulich wäre das ein Großprojekt. Und wie es aussehen könnte, lässt sich bereits heute in Lütten Klein begutachten. Dort gibt es auf beiden Seiten der B 103 Auf- und Abfahrten, eine Brücke führt über die Schnellstraße. Ein vergleichbares Bauwerk, das gerade in Evershagen entsteht, kostet rund 13 Millionen Euro. Und dennoch: Aus Sicht von Linken und CDU könnte eine bessere Anbindung des Stadtteils Sinn machen.

Bereits 1979 war im sogenannten „Generalverkehrsplan“ für Rostock eine Abfahrt Groß Klein vorgesehen. Und auch das städtische Verkehrskonzept aus dem Jahr 1998 sprach sich für eine Anbindung an die Stadtautobahn aus – nicht nur im Interesse der Anwohner: An der Warnow zwischen Groß Klein und Warnemünde sind in den vergangenen Jahren viele neue Industrie-Betriebe entstanden. Die Neptun-Werft – Ableger der Meyer-Gruppe aus Papenburg – und auch der Motoren-Hersteller Caterpillar sind auf Wachstumskurs. Ebenso die MV Werften und auch die Unternehmensgruppe Krebs.

Brücke statt Wohnungsbau?

Bothur und Neßelmann wollen nun prüfen lassen, ob eine Abfahrt Groß Klein nicht auch als Zubringer für die Industriebetriebe in Frage kommt. Denn anderenfalls müssten die Zulieferer über das Nordkreuz in Warnemünde rollen. „Hinsichtlich der möglichen, perspektivischen Entwicklungen des maritimen Wirtschaftsstandorts sollten weiterhin Optionen für eine auch zukünftig leistungsfähige Erschließung des Standortes offen gehalten werden. Dies gewinnt aktuell mit Blick auf die Entwicklungen im Bereich der Werft und am ehemaligen Werftbecken in Warnemünde signifikant an Bedeutung“, heißt es in der Beschlussvorlage der beiden Fraktionen.

Dabei hatte die Bürgerschaft unlängst beschlossen, die Flächen nördlich der Hermann-Flach-Straße in Groß Klein für den Wohnungsbau freizugeben – und eben nicht für eine neue Straße. Bothur geht das aber zu schnell: „Es geht uns nicht darum, partout eine neue Brücke zwischen Lichtenhagen und Groß Klein zu bauen. Aber bevor wir die Fläche bebauen, müssen wir prüfen, ob es nicht vielleicht eine sinnvollere, bessere Nutzung gibt – und ja, das könnte auch eine Straße sein.“

Grüne: Kein Verkehr quer durch Groß Klein

Uwe Flachsmeyer, Fraktionschef der Grünen, lehnt die Idee sofort ab: „Wir sprechen uns klar dafür aus, an einer Wohnbebauung im Bereich Hermann-Flach-Straße in Groß Klein festzuhalten. Wir benötigen dringend neue und bezahlbare Wohnungen.“ Für den Neubau von Häusern seien, so Flachsmeyer, insbesondere jene Flächen günstig, an denen wichtige Infrastruktur bereits vorhanden ist – zum Beispiel eine Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.

„Bei der Fläche in Groß Klein ist genau dies der Fall: Sie liegt unter anderem in der Nähe der S-Bahn, des Einkaufszentrums Klenow Tor und des Ortsamtes, auch Fernwärme-Leitungen sind vorhanden. Darum hat sich die Bürgerschaft im vergangenen Jahr mit großer Mehrheit für eine Wohnbebauung dieser Fläche ausgesprochen“, betont der Grünen-Chef. Und weiter: „Der angedachte Straßenbau wäre ein sehr teures Großbauwerk mit zweifelhaftem Nutzen. Der Zulieferverkehr für die Werft würde direkt durch das Wohngebiet in Groß Klein geführt werden.“

Meyer Andreas

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